Die Möwe
von Anton Tschechow
Deutsch von Angela Schanelec
Die Vorstellung dauert eine Stunde und 40 Minuten. Es gibt keine Pause.
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»Vor allem Markus John, Sören Wunderlich, Johanna Falckner und Ute Hannig liefern große Schauspielkunst ab.«
(abendblatt.de)
Sein wollen, was man nicht ist. Haben wollen, was man nicht hat. Lieben wollen, wen man nicht kriegt. Unglück und Leid ziehen die Menschen in Tschechows Meisterwerk »Die Möwe« magisch an. Jedes Jahr im Sommer versammeln sie sich auf dem Landgut der Schauspielerin Arkadina, reden über Kunst, Theater, Literatur und beweinen ihre ungelebten Leben. Obwohl es objektiv kaum Grund zur Klage gibt – sind sie doch relativ erfolgreich, satt und gesund – scheint ihrem Dasein der Sinn zu fehlen. Die Menschen am See sind müde geworden vor der Zeit. Eine Komödie hat Tschechow dieses Panorama der menschlichen Verzweiflung genannt und zielte dabei auf die empfundene Freude des Zuschauers beim Wiedererkennen eigener Armseligkeiten: »Seht euch an, seht, wie schlecht und langweilig ihr lebt!«. Warum nur, fragt man sich, ist das Glück so schwer zu finden? Die Regisseurin Alice Buddeberg, erfolgreiche Absolventin der Hamburger Theaterakademie, liebt Figuren, die mit großer Geste scheitern: Hedda, Hamlet, Alceste, Clavigo. Ihre Schicksale inszenierte sie an großen Bühnen. Am Schauspielhaus führte sie zuletzt bei der Uraufführung von Oliver Klucks »Warteraum Zukunft« Regie.
Premiere am 20. Oktober im Schauspielhaus