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30/05 - Premiere im SchauSpielHaus

 

Lesung zum 8. Mai 1945

 

»Der Engel schwieg«
von Heinrich Böll

8. Mai 1945: Ein junger Deserteur, nur knapp einer Hinrichtung entronnen, kehrt in seine total zerstörte Heimatstadt zurück. Er sucht Brot, eine Bleibe, Menschen, denen er nahe sein kann. Was er findet, sind Überlebende, die die Toten beneiden. Mehr...

Mit: Charly Hübner, Anne Müller

Am Freitag, 08/05 um 20 Uhr im SchauSpielHaus
>> Karten

5/6 - 12/6 im MalerSaal

 

4/6 - 7/6 rund um die Immanuelkirche auf der Veddel

 

3sat-Preis für Lina Beckmann

 


Für ihre Darstellung der Ella in Karin Henkels Inszenierung von »John Gabriel Borkman« erhält unser Ensemblemitglied Lina Beckmann den 3sat-Preis beim 52. Theatertreffen.
Wir gratulieren von Herzen und freuen uns auf die nächsten Vorstellungen von »John Gabriel Borkman« am Sonntag, 03/05, Sonntag den 24/05 und Donnerstag, den 04/06.

>> mehr

 

Die Jury, bestehend aus Andreas Wilink, Theaterkritiker und Mitglied der Theatertreffen-Jury, Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, und Wolfgang Horn, Redakteur bei 3sat, hatte sich im Vorfeld des diesjährigen Theaterfestivals auf Lina Beckmann als diesjährige Preisträgerin verständigt. 3sat vergibt die Auszeichnung an eine oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der zum Theatertreffen eingeladenen Ensembles für eine richtungsweisende künstlerisch-innovative Leistung. 

Aus der Jurybegründung: 
„Lina Beckmann – robust und feinstoffig zugleich – spielt ohne Rücksicht auf eigene Verluste, auf Gefällig-Sein und vorteilhafte Erscheinung. Verschwenderisch mit sich selbst, doch ohne äußeren Aufwand, ist sie gleichermaßen Passionara wie Komikerin. Ein Glücksfall für jedes Ensemble, so während der Intendanz von Karin Beier am Schauspiel Köln und nun am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. In Ibsens »John Gabriel Borkman« unter Regie von Karin Henkel, die tabula rasa macht mit allen Figuren, treibt die Ausnahmeschauspielerin Lina Beckmann mit finsterem Witz und gespenstischem Elan die Ella auf die Spitze des gekünstelt Lachhaften, balancierend auf dem Boulevard, aber einem der Dämmerung.“

Karin Henkels Inszenierung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg macht aus dem Ibsen Klassiker eine zuweilen groteske Monster-Komödie. Im Zentrum stehen die beiden Schwestern Gunhild und Ella, deren Kampf um den verweichlichten Erhart kein Klischee der psychologisch manipulierenden und dominanten Übermutter auslässt. In einem betongrauen Trichter, der an einen Bunker oder einen stillgelegten U-Bahnschacht erinnert, spielen alle Maskerade. Das von Karin Henkel so geliebte Spiel im Spiel ist auch in dieser Inszenierung zentral. Wenn es wirklich ernst wird, reißen sich die Schauspieler, die entstellenden Gummimasken vom Gesicht, bis sie sich wieder besinnen und versuchen die bürgerliche Fassade zu wahren: eine hässliche Fratze. Selten hat ein Gruselkabinett aus einem so grandiosen Ensemble bestanden.

Die öffentliche Verleihung des 3sat-Preises findet am Samstag, 09/05/2015 um 22.00 Uhr im Anschluss an das Gastspiel von »John Gabriel Borkman« im Haus der Berliner Festspiele statt. 
3sat zeigt eine Aufzeichnung des Stücks am Samstag, 23/05 um 20.15 Uhr.

HART AM WIND 2016 im Jungen SchauSpielHaus