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BACKSTAGE

»Suchbewegungen« - Backstage-Festival 2015


„Sich abseilen, sich abseifen, sich abspielen, sich abgewöhnen, sich abwechseln, sich abwickeln, sich abspalten, sich absondern, sich abquälen, sich abstimmen, sich abstützen, sich abschuften, (sich) bezahlt machen“... sind Synonyme für unser Festival-Motto. Alle treffen zu und auch wieder nicht!

TeilnehmerInnen von 10 bis 70 Jahren zeigen ihre Arbeiten. Sechs Gruppen, in Emotion und Spiel mit unterschiedlichster Erzählweise und Ausdrucksform, in Bewegung, nie am Ende ihrer Suche.

 

Ausstellung:

Studierende der Kunstschule Wandsbek haben die Projektgruppen begleitet und die Proben fotografisch dokumentiert. Während des Festivalzeitraums ist im Foyer des MalerSaals eine daraus entwickelte Foto-Ausstellung zu sehen.

>> Hier können Sie sich die Fotos online ansehen!

 

Außerdem gibt es ein Liveband- und Bühnenspektakel sowie Kostüm- und Maskenaktionen in Kooperation mit »Melting Pop«.
www.meltingpop.de

 

Eröffnung

Am Freitag, 05/06 um 19 Uhr im MalerSaal

Eintritt frei!

 

Melting Pop Bandstand

meets Backstage vs Special Acts

Am Samstag, 06/06 von 15-18 Uhr direkt vor dem Haupteingang des SchauSpielHauses

 

 

Hier finden Sei das vollständige Festivalprogramm im Kalender.

 

 

Die Gruppen der Spielzeit 2014-15

 

 

 

Nicht in den Mund

von Simona Sabato

Backstage-Lehrergruppe / Leitung: Corinna Honold

 

Sieben Tagesmütter gewähren uns in Simona Sabatos Theaterstück „Nicht in den Mund“ Einblick in ihren täglichen Wahnsinn. Die Dialoge sind absurd und komisch – die Tagesmütter beaufsichtigen auf einem Spielplatz den Nachwuchs und unterbrechen ihre Unterhaltung nur um den schreienden Kindern im Sandkasten Ermahnungen zuzubrüllen. Die Idylle endet mit einem tragischen Unfall…

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Corinna Honold hat mit Hilfe einiger Hamburger LehrerInnen dem Stück ihren persönlichen Stempel aufgedrückt. Nicht nur weibliche, sondern auch männliche Tagesmütter agieren auf der Bühne, bringen den Zuschauern teilweise skurrile Textinhalte spielerisch nahe. Der Kindergeburtstag von Adam dient als schwungvoller Einstieg, bevor es auf dem Spielplatz dramatisch wird. Das Bühnenbild besticht durch seine Einfachheit und stellt einen Kontrast zu den manchmal komplexeren Dialogen dar.

Aufführung am Sonntag, 07/06 um 20 Uhr im MalerSaal

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Blutgruppe Jugend

Jugendclub / Leitung: Ute Hannig


"Wir befinden uns in einer Leibeigenschaft. Die digitalen Feudalherren wie Facebook geben uns Land, sagen: Beackert es, ihr bekommt es kostenlos. Und wir beackern es wie verrückt, dieses Land. Am Ende kommen die Lehnsherren und holen die Ernte." (Byung-Chul Han)

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Die heutige Generation wird geplagt von der ständigen Angst verletzt zu werden, echten Schmerz, fernab der digitalen Distanz, die sie zueinander hat, zu erleben. Zu versagen, in einer Welt in der uns ununterbrochen suggeriert wird, wie gut es bei jedem anderen läuft. Die Welt, oder die Wirklichkeit, wenn es so etwas gibt, wird langsam ersetzt durch die Abbildung.

Wie schön wäre es, wenn man jedes Ziel mit Leichtigkeit erreichen könnte, jede Herausforderung ohne Probleme bezwingen und ganz einfach werden könnte, was man schon immer sein wollte?

Aufführung am Mittwoch, 10/06 um 20 Uhr im MalerSaal
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Geh mir aus der Tonne – auf Diogenes' Spuren

Tanztheaterprojekt / Leitung: Manfred Hüttmann und Marie Petzold

 

Diogenes übte sich in der Bedürfnislosigkeit und lebte in einer Tonne. Er provozierte mit seinen teils sehr radikalen Ansichten seine Mitmenschen und kannte keine Hierarchien. So entstand auch der wohl bekannteste Satz von ihm, den er Alexander dem Großen auf seine Frage, was der König für ihn tun könne, entgegnete – „Geh mir aus der Sonne“.

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Die Arbeit mit Regentonnen als Bühnenelement und die Auseinandersetzung mit Diogenes waren der Ausgangspunkt unserer gemeinsamen Arbeit. Mit 15 spielfreudigen und energiegeladenen Kindern haben wir über seine Philosophie diskutiert und ihre eigenen Vorstellungen von Freiheit, Glück und Zukunft besprochen. Entstanden ist ein Tanztheaterstück, das sich aus verschiedenen Bewegungs- und Textbausteinen zusammensetzt.

Aufführung am Freitag, 12/06 um 18 Uhr im MalerSaal

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Kasimir&Karoline

Jugendclub / Leitung: Max Kornprobst

Karoline ist alleine. Karoline will, dass alles anders wird. Karoline will nicht mehr Karoline sein.

Ödön von Horvaths »Kasimir&Karoline« spielt auf dem Oktoberfest Ende der 1920er. Deutschland steckt mitten in der Wirtschaftskrise und viele verlieren die Grundlage ihrer Existenz. So auch Kasimir.

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Er verstrickt sich in Trübsinn und glaubt nicht, dass er noch liebenswürdig sei. Das bekommt Karoline zu spüren und verlässt ihn schließlich wirklich. Kann das die bedingungslose Liebe sein, die wir schon mit den Disney-Filmen eingeflößt bekommen haben? Die Backstage-Gruppe von Max Kornprobst beschäftigt sich mit der Liebe als Egoproblem und versucht herauszufinden, was Liebe überhaupt ist und warum Menschen sich so einer Tortur unterwerfen.

 

"Und die Liebe höret nimmer auf - Dieses Volkstück spielt auf dem Münchener Oktoberfest, und zwar in unserer Zeit. Ach, hör auf, wir gehn gen Friedrichshain."

Aufführung am Samstag, 06/06 um 20 Uhr im MalerSaal

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Johanna-Kahina // Ways to Heaven!

Uni-Stage / Leitung: Michael Müller


Sie gilt als eine der umstrittensten Figuren der abendländischen Geschichte: Johanna von Orléans, die felsenfest von ihrer göttlichen Mission überzeugt war und auf dem Höhepunkt des Hundertjährigen Krieges zur Retterin Frankreichs wurde. 1431 starb sie auf dem Scheiterhaufen in Rouen. Dabei hatte die „Kriegerin Gottes“ eigentlich das falsche Alter, die falsche Herkunft und das falsche Geschlecht.

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Jedoch führte sie „ihr Schicksal“ als Frau an die Spitze des kaiserlichen Heeres. Allein durch ihren Enthusiasmus und ihr Sendungsbewusstsein führte sie die Armee zum historischen Erfolg.

War Johanna wirklich eine Heldin? Kann man eine „Kriegsherrin“, die im Wahn Menschen abschlachtete, wirklich heilig nennen? Wo auf der Welt finden wir die „Johannas“ von heute und welchen Auftrag geben sie sich? Welchem Weltbild folgen die modernen Kriegerinnen? Wir haben anhand von Textauszügen der dramatischen „Johanna“-Bearbeitungen von Claudel/Anouilh und Schiller sowie Interviews von Soldatinnen aus aktuellen Kriegsgebieten eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart gebaut.  Die Johannas von heute heißen möglicherweise Kahina und leben an der Grenze zu Syrien. Sie sind ebenso bereit für ihren göttlichen Auftrag und ihr Volk in den Krieg zu ziehen. Wo führen ihre Wege hin? To Heaven or Hell?

Aufführungen am Montag, 08/06 um 20 Uhr und Dienstag, 09/06 um 11 Uhr im MalerSaal >> Mehr Infos und Karten

 

 

 

 

 

Wenn Erinnerung eine Konservendose wäre, wünschte ich, sie hätte kein Verfallsdatum

Mehrgenerationen-Projekt / Leitung: Nicole Dietz, Sophia Hussain und Henri Hüster


Sich erinnern ist wie eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte von sich, eine Geschichte von Gesellschaft und wie man sich darin verortet. Eine Geschichte, die man je nach Blickwinkel, Stimmung, Begegnung und Lebensphase anders erzählt und immer wieder neu entdeckt – eine Landkarte, die man sich anschaut, Orte festlegt, an denen man schon war, und Orte findet, die man noch entdecken will: Geburt, Kindheit, Jugend und Erwachsensein, alt werden, Tod – Erinnern hört nie auf.

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Und wie sich die Geschichte mit dem Erinnern verändert, verändert sich das Erinnern mit der Geschichte. Alltägliches und Vielschichtiges, Biografisches und Allgemeinwissen fügen sich in ein Spiel mit Lebensereignissen, Erfahrungen und Zukunftswünschen, verpassten Gelegenheiten, Geständnissen und Bekenntnissen zusammen. 11 Menschen zwischen 10 und 95 Jahren erzählen gemeinsam eine Lebensgeschichte, die an jedem Abend neu und anders entsteht.

Aufführung am Donnerstag, 11/06 um 20 Uhr 

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