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Angela Winkler

Geboren in Templin (Uckermarck). Nach einer Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin in Stuttgart nahm sie Schauspielunterricht bei Ernst Fritz Fürbringer in München. 1967 erhielt sie ihr erstes Theaterengagement in Kassel. 1971 holte Peter Stein sie an die Berliner Schaubühne, wo sie bis 1978 Ensemblemitglied war. 1969 gab sie in der Hauptrolle des Dienstmädchens Hannelore in »Jagdszenen aus Niederbayern« von Peter Fleischmann ihr Filmdebüt. Große Erfolge feierte sie mit der Hauptrolle im Film »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« von Volker Schlöndorff nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll, für die sie 1975 mit dem »Filmband in Gold«, dem Deutschen Kritikerpreis, ausgezeichnet wurde. 1979 spielte sie in der Oscar-prämierten Filmadaption »Die Blechtrommel« des gleichnamigen Romans von Günter Grass, ebenfalls in der Regie von Volker Schlöndorf, die Mutter von Oskar Matzerath. Ab 1986 arbeitete Angela Winkler wieder verstärkt am Theater, vor allem mit Peter Zadek, z. B. als Anna Petrowna in »Iwanow« von Tschechow (Wiener Akademietheater, 1990), als Ranjewskaja im »Kirschgarten« (ebd., 1996) und als Mutter von Peer Gynt (Berliner Ensemble, 2004). Für ihre Darstellung der Rebekka West in Peter Zadeks Inszenierung von Ibsens »Rosmersholm« am Akademietheater des Burgtheaters Wien wurde Angela Winkler 2000 mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet. Auch mit den Regisseuren Robert Wilson und Romeo Castellucci verbindet sie eine lange und kontinuierliche Zusammenarbeit.

Am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg spielt Angela Winkler in Simon Stones Inszenierung »Peer Gynt«.

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