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Schauspielhaus Hamburg
Das Schauspielhaus.
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Hamlet
von William Shakespeare


»Ein Thriller, der zu Tränen rührt.« Hamburger Morgenpost

»Regisseur Klaus Schumacher konzentriert sich auf das Ringen um Macht und Wahrheit, kommt ohne Fortinbras-Episode aus, schenkt sich die Totengräber Clownerie und findet für die Inszenierung der Theater-im-Theater Episode des 'Mausefalle'-Spiels eine ironische Lösung, wenn er die Zuschauer zu den Darstellern des Hof-Publikums macht.« nachtkritik

»Nadine Schwitter, neu im Ensemble, kann nicht nur wirklich Cello spielen. Sie ist als Ophelia radikal in Entäußerungen und Verinnerlichungen. Mit vollem Körpereinsatz, ungestüm und gleichzeitig verhaltend, das Herz auf den Lippen tragend und wie ein Tier an Hamlets Liebesbriefen riechend, um seinen Geruch aufzusaugen. Sie geht uns ans Herz. Nadine Schwitter ist eine enorme Bereicherung für das Ensemble. Wie auch Thorsten Hierse als Hamlet. Man möchte diesen bisweilen etwas zu schnell sprechenden schmalen jungen Mann einen Nervenschauspieler nennen, der unerhört sensibel dem gestörten Gleichgewicht Hamlets nachspürt und dabei das Gefühl klaftertiefer Zerrissenheit zwischen Zärtlichkeit und Brutalität vermittelt.« Die Welt

Weitere Pressestimmen187
 
»Die Zeit ist aus den Fugen. Fluch und Scham, dass ich zur Welt, sie einzurenken, kam.«
WILLIAM SHAKESPEARE, HAMLET

»Hamlet ist wie Kurt Cobain: Er hat Probleme mit seinen Eltern, eine Identitätskrise und eine schwierige Freundin. So geht es doch allen Jungs, oder?«
ETHAN HAWKE

Hamlet ist tot! Er wurde zu Tode zitiert und liegt jetzt im Grab seiner zahlreichen Überschreibungen. Es lebe Hamlet! Denn Hamlet ist von den Bühnen nicht wegzudenken: Diese vielschichtig ambivalente Gestalt reizt jede Generation aufs Neue dazu, von ihr zu erzählen. Und jede Generation hat ein Recht auf einen neuen, frischen Hamlet, einen Hamlet wie zum ersten Mal! Prinz Hamlets Vater ist keine zwei Monate tot und schon heiratet seine Mutter erneut – und noch dazu Hamlets Onkel! Hamlet ist entsetzt. Seine bösen Ahnungen bestätigen sich: In der Nacht begegnet er dem umherwandernden Geist seines Vaters, der den Bruder des Mordes bezichtigt. Hamlet schwört an Ort und Stelle leidenschaftlich Rache. Doch Hamlet wäre nicht Hamlet, wenn er direkt zur Tat schreiten würde. Um jeglichen Zweifel zu eliminieren, lässt er am Hof ein Stück über einen Königsmord aufführen. Und siehe da, die Reaktion des Königs lässt eigentlich keinen Zweifel mehr zu. Doch Hamlet zögert. Mit »Hamlet« will das Junge Schauspielhaus nach »Die Odyssee« und »Cyrano« erneut einen klassischen Stoff auf die Bühne bringen. »Hamlet« ist ein spannender Spionagethriller. Die Wände in Helsingör haben Augen. Und überall lauert doppelter Boden. »Hamlet« erzählt gleichzeitig von einer jungen Liebe, die in der Welt der Politik keinen Platz hat und tragisch endet. Das Stück ist auch eine Familientragödie, die von Liebe, Eifersucht, Inzest und Mord handelt. Aber vor allem erzählt »Hamlet« vom politischen Erwachen eines jugendlichen Helden, der aus der Welt der humanistischen Bildung in die der korrupten Politik fällt. Hand in Hand geht damit ein Generationendrama einher, das zeigt, wie ein junger Mensch versucht, auf die Fehler der Elterngeneration zu reagieren. Und schließlich ist »Hamlet« ein philosophisches Stück und fragt nach den letzen Dingen und dem Sinn des Lebens. Vielleicht liegt das Geheimnis der Größe dieses Stoffs darin, dass hier ein jugendlicher Held, nur bewaffnet mit neuen Ideen, auf eine alte Welt voller Kriege, echter Waffen und Erblasten trifft. Und auf der Suche nach Wahrheit, Moral und adäquatem Handeln begegnet Hamlet nur Unwahrheit, Doppelmoral und unausgegorener Praxis. Hamlet stellt die richtigen Fragen nach dem, was wir überhaupt wissen können, und dem, was, aufgrund dieses Wissens, das richtige Handeln sein könnte. Es gibt wohl keinen geeigneteren Ort, diese spannende Geschichte einer umfassenden Bewusstseinswerdung eines jungen Menschen zu erzählen, als an einem Theater für junges Publikum. Deutsch von Angela Schanelec und Jürgen Gosch

PREMIERE 26. September 2009, Malersaal
     

 


Die Vorstellung dauert 2 1/4 Stunden. Es gibt eine Pause.

Regie Klaus Schumacher
Bühne Lea Dietrich
Kostüme Heide Kastler
Musik Thomas Esser, Tobias Vethake
Komposition Tobias Vethake
Licht Susanne Ressin
Dramaturgie Stanislava Jević
Mit Thomas Esser, Thorsten Hierse, Konradin Kunze, Christine Ochsenhofer, Tobias Pflug, Nadine Schwitter, Erik Schäffler, Tobias Vethake, Martin Wolf

Termine190
17.10.2010, 18:00 Uhr Ticket online kaufen
18.10.2010, 11:00 Uhr Ticket online kaufen
19.10.2010, 11:00 Uhr Ticket online kaufen

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Thorsten Hierse, Nadine Schwitter
Foto: 2009 / Oliver Fantitsch
Kartentelefon: 040.24 87 13140
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