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Schauspielhaus Hamburg
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Von Mäusen und Menschen
nach dem Roman von John Steinbeck


»Regisseur und Schauspieler halten die Figuren auf Alexandre Corazzolas steil ansteigender Schräge im idealen Gleichgewicht zwischen Darstellung und Demonstration. Die Holzinstallation aus kantigen Stufen und Platten gleicht einem felsigen Wüstenabhang, einer Rutschbahn des Lebens, auf der die Typen ihren Überlebenskampf austragen. Mit dem Todesschrei einer Maus beginnt Riemenschneiders artistisch geschliffene, die Klippen von peinlichem Realismus oder Sentimentalität souverän meisternde Inszenierung.« HAMBURGER ABENDBLATT

»Nehlsen wie Hierse sind in keiner Sekunde sentimental in dieser perfekt ausbalancierten Inszenierung, die selbst die heikelsten Klippen souverän meistert, wenn die drei weiteren ausgezeichneten Schauspieler, Nadine Schwitter, Heiko Raulin und Martin Wolf in die Rollen von Tieren, Verkrüppelten, Geächteten, Unterdrückern und Frustrierten schlüpfen, die alle unerfüllbaren Träumen anhängen und am Ende wie Tiere in Menschenhaut über Lennie herfallen.« DIE WELT

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»Es ist wie mit dem Himmel. Jeder wünscht sich ein kleines Stückchen Land.« JOHN STEINBECK

»Von Mäusen und Menschen« erzählt eine Geschichte von zwei besonderen Freunden, die Halt in der Welt suchen. Die beiden sind reisende Landarbeiter. George ist geschickt und einfallsreich, Lennie ist bärenstark, aber geistig schwach. Sie verbindet der Traum von einem Ort: Sie sehnen sich nach einem Stück Erde, auf dem sie ernten, was sie säen. Das ungleiche Paar bekommt auf der Farm des rauflustigen Curley Arbeit. Curleys hübsche Frau fordert Lennies Begierde heraus. Gemeinsam mit anderen Arbeitern, dem alten Candy, dem schwarzen Crooks und dem pragmatischen Slim rückt der Traum vom Leben auf einer eigenen Farm und dem Ende der Knechtschaft in erreichbare Nähe. Doch Lennie zerstört mit seiner ungelenken Kraft und seiner naiven Begierde immer wieder die Dinge, die er liebt. Aus der Natur dieser beiden Menschen selbst entspinnt sich so die Katastrophe. In einer existentiellen Situation muss George Treue und Verantwortung abwägen: Im Angesicht von Lebensumständen, die von »ständiger Erosion« geprägt sind, stellt sich ihm die Frage, was es braucht, um als ein Mensch unter Menschen leben zu können. John Steinbecks wunderbare Novelle mit tragischen und komischen Elementen begründete seinen Weltruhm. Sie erzählt von den Wanderarbeitern und gilt als Meisterwerk amerikanischer Erzählkunst.

Alexander Riemenschneider, geboren 1981, der bereits während des Studiums an der Theaterakademie Hamburg mit seinen Arbeiten auf sich aufmerksam machen konnte, wird zum ersten Mal am Jungen Schauspielhaus inszenieren. Seine Adaption des Romans »Der Schaum der Tage« von Boris Vian wurde zu mehreren europäischen Festivals in die Slowakei, nach Österreich und Frankreich eingeladen. Im Mai 2009 schließt er sein Regiestudium mit einer Inszenierung von »Caligula« von Albert Camus auf Kampnagel in Hamburg ab. In der Spielzeit 2009/2010 wird er auch in Potsdam und Berlin arbeiten.

PREMIERE 5. Dezember 2009 Malersaal
     

 


Die Vorstellung dauert eine Stunde und 25 Minuten. Es gibt keine Pause.

Regie Alexander Riemenschneider
Bühne und Kostüme Alexandre Corazzola
Musik Tobias Vethake
Dramaturgie Anselm Lenz
Licht Andreas Juchheim
Mit Thorsten Hierse, Johannes Nehlsen, Heiko Raulin, Nadine Schwitter, Martin Wolf

Termine190
20.10.2010, 19:00 Uhr Ticket online kaufen
21.10.2010, 11:00 Uhr Ticket online kaufen

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Heiko Raulin, Martin Wolf, Nadine Schwitter, Johannes Nehlsen, Thorsten Hierse
Foto: 2009 / Oliver Fantitsch
Kartentelefon: 040.24 87 13140
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