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Schauspielhaus Hamburg
Das Schauspielhaus.
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Paradise Now
nach dem Film von Hany Abu-Assad und Bero Beyer
in einer Fassung von Konradin Kunze

05.06.08, 20:30 Uhr Ticket online kaufen, Hamburger Botschaft245

»Eine psychologische, gut gearbeitete Inszenierung.« Nachtkritik

»Konradin Kunze, Schauspieler und Regisseur am Jungen Schauspielhaus, setzt das heikle Thema mit vier Kollegen feinfühlig in Szene.« MOPO

Weitere Pressestimmen187
 
»Nichts ist leichter, als den Übeltäter zu verurteilen, und nichts ist schwieriger als ihn zu verstehen.«
Dostojewski

»Vielleicht sind die Feinde stärker im Leben, aber nicht im Tod. Auf uns wartet das Paradies.«
»Das Paradies? So ein Quatsch. Das existiert doch nur in deinem Kopf.«
»Das will ich nicht gehört haben. Gott verzeihe dir.«


Video-Trailer

Khaled und Saïd sind seit ihrer Kindheit gute Freunde. Sie könnten ganz normale junge Männer sein, wenn sie nicht in einem besetzen Gebiet leben würden: Der Alltag hier ist von Gewalt und Unterdrückung, Ausgrenzung und Demütigung geprägt. Einziger Ausweg aus dieser Ohnmachtssituation scheint der mit allen Mitteln geführte Kampf gegen die militärisch überlegenen Besatzer zu sein. Die Gefallenen werden als heldenhafte Märtyrer verehrt, auf Plakaten werden ihre Taten verherrlicht. Wie selbstverständlich wachsen Saïd und Khaled mit diesem Märtyrerbild auf. Da das Leben keine Perspektive bietet, scheint der Heldentod und die Aussicht auf Belohnung im Jenseits verlockend. Gerade als Saïd die aus dem Ausland in ihre Heimat zurückgekehrte junge Menschenrechtsaktivistin Suha kennen und lieben lernt, bekommen die jungen Männer von ihrem Lehrer Jamal den Auftrag für ein gemeinsames Selbstmordattentat in der Hauptstadt der Feinde. Selbstverständlich muss ihr Vorhaben streng geheim bleiben, und so verbringen sie die voraussichtlich letzte Nacht ihres Lebens bei ihren Liebsten, ohne wirklich von ihnen Abschied nehmen zu können. Auch Suha ahnt noch nichts, als Khaled und Saïd von Jamal an einem geheimen Ort auf ihre Aktion vorbereitet und – mit Sprengstoffgürteln ausgestattet – an die Grenze gebracht werden. Doch die Operation verläuft nicht wie geplant: Die beiden verlieren sich aus den Augen. Getrennt und auf sich allein gestellt gehen die beiden ungleichen Freunde als »lebende Bomben« ihrem Schicksal entgegen.
Warum entschließen sich junge Menschen zu so einer radikalen Tat, die nicht nur sie selbst, sondern viele Unschuldige in den Tod reißt? Verstörend und faszinierend zugleich ist die Perspektive der Täter, die nicht als psychopathische Monster, sondern als Menschen mit Ängsten und Hoffnungen, Wut und Zweifeln gezeigt werden. Das Junge Schauspielhaus adaptiert den preisgekrönten und politisch kontrovers diskutierten Film »Paradise Now« für die Bühne, um einen hochaktuellen Stoff einem jungen Publikum zur Diskussion zu stellen. Und zeigt ihn an einem besonderen Spielort, wo die Geschichte der Attentäter – angesichts der allgegenwärtigen »Terrorgefahr« – letztlich auch enden könnte: in einer szenigen Location mitten in Europa.
Die »Hamburger Botschaft« war schon der Schauplatz von Nick Hornbys »High Fidelity«. Durch ihre riesigen Panoramafenster bietet diese Bar im Schanzenviertel die Möglichkeit eines »Kinotheaters« mit Innen- und Außenschauplätzen, auf denen die Figuren agieren.
Konradin Kunze, Ensemblemitglied des Jungen Schauspielhauses, hat als Regisseur schon einen anderen ungewöhnlichen Spielort in Szene gesetzt. Der Monolog eines Museumswärters mit dem Titel »NippleJesus«, der jetzt in den Hamburger Deichtorthallen zu sehen ist, hat Kultstatus unter Theater- und Kunstliebhabern erreicht. Außerdem hat Konradin Kunze als Co-Autor – mit Klaus Schumacher – von »Tags anders, nachts auch« auf sich aufmerksam gemacht.

Die Hamburger Botschaft befindet sich in der Sternstraße 67.

     

 



Die Vorstellung dauert eine Stunde und zwanzig Minuten. Keine Pause.

Regie Konradin Kunze
Ausstattung Lea Dietrich
Musik Jan S. Beyer, Jörg Wockenfuß
Dramaturgie Stanislava Jević, Florian Vogel
Licht Marcel Didolff
Mit Hermann Book, Johannes Nehlsen, Renato Schuch, Laura de Weck
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Johannes Nehlsen, Renato Schuch
Foto: Oliver Fantitsch
Kartentelefon: 040.24 87 13140
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