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Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2015 für Gala Winter

 

Wir gratulieren unserem Ensemblemitglied Gala Winter, die für ihre Rolle der „Frida Foldal“ in Karin Henkels Inszenierung »John Gabriel Borkman« beim diesjährigen Berliner Theatertreffen mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2015 ausgezeichnet wurde!

Die nächsten Vorstellungen von »John Gabriel Borkman« finden am Samstag, 24/05 und Donnerstag, 04/06 im SchauSpielHaus statt.

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Der Juror des Alfred-Kerr-Darstellerpreises 2015, der Schauspieler Samuel Finzi, hat nach Besuch der zum diesjährigen Theatertreffen eingeladenen zehn Inszenierungen seine Entscheidung getroffen. Den mit 5.000 € dotierten Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die beste Leistung einer jungen Schauspielerin/eines jungen Schauspielers im Rahmen des Theatertreffens der Berliner Festspiele geht in diesem Jahr an Gala Winter für ihre Rolle der „Frida Foldal“ in der Karin Henkels Inszenierung von Henrik Ibsens »John Gabriel Borkman«. Die Produktion war im Rahmen des Theatertreffens am 9. und 10. Mai 2015 im Haus der Berliner Festspiele zu sehen. Die Preisverleihung fand am Sonntag, 17. Mai 2015 um 13 Uhr im Haus der Berliner Festspiele statt.

Der Juror Samuel Finzi begründet seine Entscheidung:
„Gala Winter konnte mir etwas erzählen - über einen Menschen und eine Situation. Und dazu brauchte sie nicht viel. Ihr hilflos-aufdringlicher Blick, die kaputten sparsamen Bewegungen , die  Stimme bei ihrem unglaublich schönen brüchigen Gesang am Ende der Aufführung. Sie zeichnete ihre Figur mit ein paar Strichen und überliess sie mir, dem Zuschauer. Die Transparenz mit der sie das machte öffnete mir Räume, sie schüttete mich nicht zu mit Behauptungen, sondern gab mir die Freiheit zu denken und zu empfinden. Was für eine Persönlichkeit! Und das mit nur 24 Jahren! Vielen Dank, Gala Winter!

30/05 - Premiere im SchauSpielHaus

 

Das Programm ist online!

30/05-02/06 im Malersaal

Die Volksstücke des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth bilden den diesjährigen Schwerpunkt des Studienprojektes III der Hamburger Theaterakademie. Sechs Regiestudierende erforschen die horváthschen Welten, seine Totentänze, das „ewige Schlachten, bei dem es zu keinem Frieden kommen soll.“ (Horváth) Mehr…

05-12/06 im MalerSaal

 

04-07/06 rund um die Immanuelkirche auf der Veddel

 

3sat-Preis für Lina Beckmann

 


Für ihre Darstellung der Ella in Karin Henkels Inszenierung von »John Gabriel Borkman« erhält unser Ensemblemitglied Lina Beckmann den 3sat-Preis beim 52. Theatertreffen.
Wir gratulieren von Herzen und freuen uns auf die nächsten Vorstellungen von »John Gabriel Borkman« am Sonntag, 03/05, Sonntag den 24/05 und Donnerstag, den 04/06.

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Die Jury, bestehend aus Andreas Wilink, Theaterkritiker und Mitglied der Theatertreffen-Jury, Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, und Wolfgang Horn, Redakteur bei 3sat, hatte sich im Vorfeld des diesjährigen Theaterfestivals auf Lina Beckmann als diesjährige Preisträgerin verständigt. 3sat vergibt die Auszeichnung an eine oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der zum Theatertreffen eingeladenen Ensembles für eine richtungsweisende künstlerisch-innovative Leistung. 

Aus der Jurybegründung: 
„Lina Beckmann – robust und feinstoffig zugleich – spielt ohne Rücksicht auf eigene Verluste, auf Gefällig-Sein und vorteilhafte Erscheinung. Verschwenderisch mit sich selbst, doch ohne äußeren Aufwand, ist sie gleichermaßen Passionara wie Komikerin. Ein Glücksfall für jedes Ensemble, so während der Intendanz von Karin Beier am Schauspiel Köln und nun am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. In Ibsens »John Gabriel Borkman« unter Regie von Karin Henkel, die tabula rasa macht mit allen Figuren, treibt die Ausnahmeschauspielerin Lina Beckmann mit finsterem Witz und gespenstischem Elan die Ella auf die Spitze des gekünstelt Lachhaften, balancierend auf dem Boulevard, aber einem der Dämmerung.“

Karin Henkels Inszenierung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg macht aus dem Ibsen Klassiker eine zuweilen groteske Monster-Komödie. Im Zentrum stehen die beiden Schwestern Gunhild und Ella, deren Kampf um den verweichlichten Erhart kein Klischee der psychologisch manipulierenden und dominanten Übermutter auslässt. In einem betongrauen Trichter, der an einen Bunker oder einen stillgelegten U-Bahnschacht erinnert, spielen alle Maskerade. Das von Karin Henkel so geliebte Spiel im Spiel ist auch in dieser Inszenierung zentral. Wenn es wirklich ernst wird, reißen sich die Schauspieler, die entstellenden Gummimasken vom Gesicht, bis sie sich wieder besinnen und versuchen die bürgerliche Fassade zu wahren: eine hässliche Fratze. Selten hat ein Gruselkabinett aus einem so grandiosen Ensemble bestanden.

Die öffentliche Verleihung des 3sat-Preises findet am Samstag, 09/05/2015 um 22.00 Uhr im Anschluss an das Gastspiel von »John Gabriel Borkman« im Haus der Berliner Festspiele statt. 
3sat zeigt eine Aufzeichnung des Stücks am Samstag, 23/05 um 20.15 Uhr.

HART AM WIND 2016 im Jungen SchauSpielHaus