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3sat-Preis für Lina Beckmann

Für ihre Darstellung der Ella in Karin Henkels Inszenierung von »John Gabriel Borkman« erhält unser Ensemblemitglied Lina Beckmann den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis beim 52. Theatertreffen.
Wir gratulieren ihr von Herzen und freuen uns auf die nächsten Vorstellungen von »John Gabriel Borkman« am Freitag, 10/04, Samstag, 11/04 sowie Sonntag, 03/05.

>> Zur Jurybegründung

 

Die Jury, bestehend aus Andreas Wilink, Theaterkritiker und Mitglied der Theatertreffen-Jury, Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, und Wolfgang Horn, Redakteur bei 3sat, hatte sich im Vorfeld des diesjährigen Theaterfestivals auf Lina Beckmann als diesjährige Preisträgerin verständigt. 3sat vergibt die Auszeichnung an eine oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der zum Theatertreffen eingeladenen Ensembles für eine richtungsweisende künstlerisch-innovative Leistung. 

Aus der Jurybegründung: 
„Lina Beckmann – robust und feinstoffig zugleich – spielt ohne Rücksicht auf eigene Verluste, auf Gefällig-Sein und vorteilhafte Erscheinung. Verschwenderisch mit sich selbst, doch ohne äußeren Aufwand, ist sie gleichermaßen Passionara wie Komikerin. Ein Glücksfall für jedes Ensemble, so während der Intendanz von Karin Beier am Schauspiel Köln und nun am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. In Ibsens »John Gabriel Borkman« unter Regie von Karin Henkel, die tabula rasa macht mit allen Figuren, treibt die Ausnahmeschauspielerin Lina Beckmann mit finsterem Witz und gespenstischem Elan die Ella auf die Spitze des gekünstelt Lachhaften, balancierend auf dem Boulevard, aber einem der Dämmerung.“

Karin Henkels Inszenierung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg macht aus dem Ibsen Klassiker eine zuweilen groteske Monster-Komödie. Im Zentrum stehen die beiden Schwestern Gunhild und Ella, deren Kampf um den verweichlichten Erhart kein Klischee der psychologisch manipulierenden und dominanten Übermutter auslässt. In einem betongrauen Trichter, der an einen Bunker oder einen stillgelegten U-Bahnschacht erinnert, spielen alle Maskerade. Das von Karin Henkel so geliebte Spiel im Spiel ist auch in dieser Inszenierung zentral. Wenn es wirklich ernst wird, reißen sich die Schauspieler, die entstellenden Gummimasken vom Gesicht, bis sie sich wieder besinnen und versuchen die bürgerliche Fassade zu wahren: eine hässliche Fratze. Selten hat ein Gruselkabinett aus einem so grandiosen Ensemble bestanden.

Die öffentliche Verleihung des 3sat-Preises findet am Samstag, 09/05/2015 um 22.00 Uhr im Anschluss an das Gastpsiel von »John Gabriel Borkman« im Haus der Berliner Festspiele statt. 
3sat zeigt eine Aufzeichnung des Stücks am Samstag, 23/05 um 20.15 Uhr.

01/04 – Grüner Salon: April, April – Geld regiert nicht die Welt

In Berlin und Brüssel gibt es keine korrupte Volksvertretung. Oder doch? Die Wirtschaftslobby hat keinen Einfluss auf die Gesetzgebung. Oder doch? Wer wird von wem regiert oder geschmiert?
Ein Diskussionsabend über die Einflussnahme der Wirtschaft, die Transparenz bei Nebenverdiensten von PolitikerInnen, sogenannte Karenzzeiten für ParlamentarierInnen und die Notwendigkeit der Wachsamkeit von Organisationen wie Transparency, LobbyControl und den Medien bei Gesetzgebungsverfahren in Brüssel und Berlin. Mehr…

Mittwoch, 01/04 um 19 Uhr im MalerSaal

Ostern im SchauSpielHaus

 
 

Ostern im Jungen SchauSpielHaus

 

25/04 - Premiere im SchauSpielHaus

 

24/04 - Premiere im Jungen SchauSpielHaus

 

Nachruf: John-Erik Berganus


Der bekannte Hamburger Sammler und Kunstmäzen John-Erik Berganus ist am 22. März im Alter von 88 Jahren gestorben. Er war nicht nur Gründungsdirektor der Deichtorhallen sondern u.a. auch Gründer des Vereins der "Freunde des Deutschen Schauspielhauses", dessen Vorstand er fast zwei Jahrzehnte lang war (von 1982 bis 1999). Bereits seit den 1970er Jahren engagierte sich John-Erik Berganus auf vielfältige und herausragende Weise für die Kultur in Hamburg, für die er vor allem durch seine internationalen Verbindungen immer wieder prägend war.

HART AM WIND 2016 im Jungen SchauSpielHaus