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  • 10:30 Uhr / Baustelle JungesSchauSpielHaus /  

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  • Der Kauf

  • 16:00 Uhr / Baakenallee (HafenCity) /  
  • Wut

  • 19:00 Uhr / JungesSchauSpielHaus Gaußstraße /

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  • Wut

  • 10:30 Uhr / JungesSchauSpielHaus Gaußstraße /

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  • Wut

  • 10:30 Uhr / JungesSchauSpielHaus Gaußstraße /

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  • Wut

  • 10:30 Uhr / JungesSchauSpielHaus Gaußstraße /

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  • 19:00 Uhr / JungesSchauSpielHaus Gaußstraße /

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  • Wut

  • 19:00 Uhr / JungesSchauSpielHaus Gaußstraße /

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»Alles Weitere…« ist bestes fremdsprachiges Stück des Jahres

Wir freuen uns über die Auszeichnung von Martin Crimps Stück »Alles Weitere kennen Sie aus dem Kino« als „Fremdsprachiges Stück des Jahres“ bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift theater heute. Mehr...



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  • Der Gott des Gemetzels (c) M. Kohl
  • Die Glasmenagerie (c) S.Then
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  • Nach Europa © Matthias Horn, 2013

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Spielzeitstart

 

Will Quadflieg zum 100. Geburtstag


Am 15. September 2014 würde Will Quadflieg hundert Jahre alt. Mit diesem Schauspieler hat es eine sehr eigene Bewandtnis. Er stammt aus einer anderen Zeit, der Zeit der „Theaterzauberer“ (C. Bernd Sucher), oder, in den Worten eines anderen Kritikers: er war „ein Gottes-
geschenk an das Theater“ (Friedrich Luft). Er ragte als leibhaftiges Monument einer scheinbar goldenen  Ära des Theaters noch in seiner physischen Erscheinung  bis in die Gegenwart, er war in der Stadt präsent, auf der Bühne des Thalia Theaters, durch zahlreiche Lesungen. Nun, das ist vorbei. Aber der Erinnerung, der Macht der Erinnerung an ihn in dieser Stadt tut das keinen Abbruch.

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Bei aller Würdigung der Leistungen des Schauspielers Will Quadflieg gibt es zwei Paradoxa. Das eine ist die verklärende Erinnerung an eine vermeintlich goldene Zeit, die es natürlich nie gab. Theaterjahre, auch wenn sie im Nachhinein zu Epochen gebündelt werden, sind immer ein Gemisch aus harter Arbeit, tiefer Verzweiflung und des Gefühls permanenten Scheiterns. Insofern bezeugt Quadflieg – neben der Qualität und Ernsthaftigkeit seiner Arbeit – eigentlich das Falsche.

Das zweite ist die überraschende Erkenntnis, daß Quadflieg gewissermaßen die Orthodoxie einer Epoche verkörperte (und je länger, so orthodoxer natürlich), aus der Gründgens, sein Lehrmeister, Vorbild, Intendant und Partner (im „Faust“) viel eher herauszuschlüpfen schien und, als Mephisto etwa, eine spielerische Offenheit an den Tag legte, die den Rest des Ensembles aus heutiger Perspektive schon damals ziemlich alt aussehen ließ. Aber Relativität ist das Schicksal unseres Gewerbes, unsere Kunst auch in ihren Mitteln vergänglich.

Der Qualität, dem Gewicht, dem Ruhm, der Eindrücklichkeit Will Quadfliegs als Person tut das keinen Abbruch. Bestätigt werden sie durch die Dankbarkeit seines Publikums bis heute, sei es aufgrund seines unmittelbaren Erlebens auf der Bühne oder am Vortragspult, sei es aufgrund einer inneren Bereicherung, die er, lange nachwirkend, zu vermitteln verstand. Er hat sich, streng republikanisch ausgedrückt, um das Theater und seine Zuschauer verdient gemacht.

Bleiben seine biographischen Daten nachzutragen. Geboren am 15. September 1914 in Oberhausen, gestorben am 27. November 2003 in Hamburg. Nach privatem Schauspielunterricht entwickelte sich Will Quadflieg über die Stationen Oberhausen, Gießen, Gera, Düsseldorf, schließlich ab 1937 in Berlin zum feurigen jugendlichen Helden, dem Schiller-Jüngling par excellence. In der Zeit von 1947 bis 1966 am Deutschen Schauspielhaus wuchs er  zum nachdenklichen, psychologisch differenzierten Charakterspieler und wurde später zu einem Protagonisten des Regisseurs Rudolf Noelte, auch in bewußter Distanz zu den ästhetisch-politischen Entwicklungen der späten sechziger Jahre. Außer in Hamburg spielte er in Zürich, Salzburg und am Wiener Burgtheater, ehe er in späteren Jahren bei Jürgen Flimm  zum Ensemble des Thalia-Theaters zählte (1981 – 2000). Die Liste seiner gespielten Rollen umfaßt das Spielplan-Repertoire nahezu lückenlos. Seine Erinnerungen veröffentlichte er 1979 unter dem Titel „Wir spielen immer“, worin er sich durchaus selbstkritisch mit seiner unpolitischen Haltung in der Nazizeit auseinandersetzte.

Michael Propfe

Hamburger Premiere

Spielzeiteröffnung im JungenSchauSpielHaus