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Edgar Selge

Edgar Selge

Geboren 1948 in Brilon. Er studierte Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien und absolvierte im Anschluss eine Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München. Bis 1979 war er Ensemblemitglied am Schillertheater in Berlin. Anschließend spielte er knapp zwanzig Jahre an den Münchner Kammerspielen, wo er mit Regisseuren wie Dieter Dorn, Thomas Langhoff, Bob Wilson, George Tabori, Hans Lietzau und Franz Xaver Kroetz zusammenarbeitete. Er gastierte u. a. am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater Berlin, am Residenztheater München und bei den Salzburger Festspielen.
Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur Jan Bosse, mit dem er am Deutschen Schauspielhaus »Der Menschenfeind« (2002) und »Faust I« (2004) erarbeitete.
Neben zahlreichen Auszeichnungen, wie dem Grimme-Preis und dem Deutschen Filmpreis, erhielt er 2003 den Deutschen Fernsehpreis für die Verkörperung des einarmigen Kommissars Jürgen Tauber im »Polizeiruf 110« und 2011 den Bayerischen Filmpreis für die Hauptrolle in dem Film »Poll«.

Am Deutschen SchauSpielHaus spielt Edgar Selge in Michel Houellebecqs »Unterwerfung« (Regie: Karin Beier). Für diese darstellerische Leistung wurde er in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zum „Schauspieler des Jahres 2016“ gewählt und mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet.