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Mpumelelo Paul Grootboom

Geboren 1975 in Meadowlands, Soweto (Südafrika). Er begann ein Medizinstudium an der Witwatersrand University, das er nach wenigen Monaten abbrach. Zunächst schrieb er Drehbücher für Filme und Fernsehsendungen, entdeckte schnell seine Leidenschaft für das Verfassen von Texten und widmete sich aus Begeisterung über die Unmittelbarkeit und Direktheit des Mediums Theater zunehmend dem Schreiben und Inszenieren von Theaterstücken. Seine Stücke widmen sich drastischen Themen, beschäftigen sich mit Gewalt, der Schere zwischen Arm und Reich, den Folgen der Apartheid und dem Verlust von Moral. Seit 2002 ist Mpumelelo Paul Grootboom am South African State Theatre in Pretoria tätig, zunächst kümmert er sich um die Förderung jünger Schauspieler und Künstlergruppen, später inszeniert er eigene Stücke.

2006 wird er mit dem Standard Bank Young Artist Award for theatre geehrt. Zudem erhält er zwei Mal den Naledi award for theatre für seine Inszenierungen »Relativity: Township Stories« (2006) und »Foreplay« (2009), die zu seinen bekanntesten Werken zählen. 2016 erhält den mit 15.000 Euro dotierten Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis.

In der Spielzeit 2017-18 arbeitet Mpumelelo Paul Grootboom erstmals an einem deutschen Stadttheater, wenn er am SchauSpielHaus sein neues Stück »Die Nacht von St. Valentin« inszeniert. Uraufführung ist am 17/9/17 im MalerSaal.