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Spielzeit 2016-17

 

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FAQ-Room 2016-17

 

Seit der Spielzeit 2015–16 gehen wir im »FAQ-Room« den politischen, sozialen und philosophischen „frequently asked questions“ unserer Zeit nach. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lecture Performances und Filmpräsentationen diskutierten Gäste wie Slavoj Žižek, Alexander Kluge oder Jenny Erpenbeck Konflikte und unbequeme Fragen der Gegenwart. Wir präsentierten Inszenierungen aktueller, politischer Texte wie Michel Houellebecqs Roman »Unterwerfung« oder Ayad Akthars Stück »Geächtet«.

 

 

 

2016–17 geht der »FAQ-Room« in die zweite Runde. Die aktuellen Termine finden Sie hier.

Mit dabei sind:

 

 

Peter Sloterdijk: Was geschah im 20. Jahrhundert?

 

Der Philosoph und Autor Peter Sloterdijk befragt in seinem Vortrag, welche Lasten, welche Lehren und welche Hoffnungen das 20. Jahrhundert hinterlassen hat und welche Folgen sich daraus ergeben.

Im Frühjahr 2017

 

 

Carolin Emcke: Gegen den Hass

 

Ein Argument gegen das fremdenfeindliche Ressentiment, gegen die Unkultur des „man wird doch wohl mal sagen dürfen“, gegen die Gewalt und vor allem gegen die Logik des Reinen, die alle Fanatiker zurzeit einnehmen. Ein Plädoyer für das Unreine, für die Vielfalt, für Ironie und Selbstzweifel. Anlässlich der Neuerscheinung ihres Buches Mitte Oktober 2016 wird die Autorin Carolin Emcke daraus lesen und darüber sprechen.

Am 02/11 um 20 Uhr im SchauSpielHaus

 

 

Weltklimakonferenz: Was passiert danach?

 

Nach dem Abkommen durch die Klimakonferenz in Paris (COP 21) sind bei der COP 22 in Marrakesch weitere Initiativen zur Bewältigung des Klimawandels unternommen worden – aber was passiert, wenn die neue US- Administration unter Donald Trump das Klimaabkommen blockieren sollte? Diese und andere Fragen diskutieren die Klimaforscher und Experten Mojib Latif, Klaus Milke, Florian Rauser u.a.

 

12/01 um 20 Uhr im SchauSpielHaus

 

 

In Kooperation mit dem Laika Verlag und teorema e. V.

Slavoj Žižek: Eine neue Key-Lecture zur gegenwärtigen Lage

Im Herbst 2016

 

 

Ayad Akhtar: The Who and the What

 

Zarina, eine junge Frau aus einer pakistanischen Einwandererfamilie in Atlanta, schreibt ein Buch über den Propheten. Sie stellt die Frage, wer war er als Mensch, welche Leidenschaften trieben ihn um, und was für ein Bild hat sich der Islam von ihm gemacht. Das Thema ist konfliktgeladen, auch für die fiktive Autorin in Ayad Akhtars neuem Stück. Ihr Vater, ein strenggläubiger Muslim, hat es in Amerika zu etwas gebracht, ihm gehören ein Drittel der Taxis der Stadt. Seine Frau ist gestorben, so gilt seine ganze Fürsorge seinen Töchtern. Er versucht sie zu verheiraten, für Zarina gibt er sogar eine Kontaktanzeige mit ihrem Profil auf, und er prüft persönlich die möglichen Heiratskandidaten. Alles geht gut, bis ihm Zarinas Manuskript in die Hände kommt. Er verstößt sie wegen der vorgeblichen Blasphemie ihres Buches, die Familie zerbricht. Nach dem Erfolg von Ayad Akhtars »Geächtet«, zeigen wir sein neues Stück als deutschsprachige Erstaufführung.

 

Regie: Karin Beier

Deutschsprachige Erstaufführung: 14/1/2017 / SchauSpielHaus

 

 

Heinz Bude: Angst, Hass, Hoffnung. Das Gefühl der Welt.

 

Erschöpfungsdepressionen breiten sich aus, Kapitalismus wird als allgemeiner Krisenzusammenhang erlebt, rechte Populisten punkten mit einfachen Heilsbotschaften. Wo ist Hoffnung? Der Makrosoziologe Heinz Bude beschreibt eine Gesellschaft verstörender Ungewissheiten, gestauter Wut und stiller Verbitterung. Er analysiert, wie soziale Stimmungslagen entstehen, wie sie beeinflusst werden und wie sie kippen können.

 

 

Reinhard Merkel: Der Westen ist schuldig

 

Der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel beschäftigt sich mit der Frage, wie hoch der Preis für eine demokratische Revolution sein darf. Ob und wie ein demokratischer Regimewechsel mit militärischen Mitteln gerechtfertigt werden kann und welche Mitschuld Europa und die Vereinigten Staaten an der Katastrophe des syrischen Bürgerkriegs tragen.

Am 19/10 um 20 Uhr im SchauSpielhaus