Hamburger Menetekel

Babylon, 543 vor unserer Zeit: Die Perser stehen vor den Toren der Stadt, im Palast des Herrschers wird gefeiert. Da erscheint auf der Wand ein rätselhafter Schriftzug: MENE MENE TEKEL UPHARSIN. Keiner der Gelehrten kann oder will den Spruch deuten. Erst der aus dem Gefängnis herbeigebrachte Jude Daniel sagt anhand der Schrift den Untergang des babylonischen Reiches voraus. Noch in derselben Nacht dringen persische Soldaten in die Stadt ein, das Weltreich zerfällt.

Hamburg, 2019: Straßenmöbel, Transportmittel und Wände der Stadt sind dicht beschrieben.Auch heute scheint niemand die Zeichen deuten zu wollen oder zu können. Im Gegenteil: 600Mio Euro werden jährlich ausgegeben, um sie zu entfernen. Was, wenn die Graffiti die Menetekel von heute sind? Was, wenn sich anhand dieser Zeichen Aussagen über unsere Zukunft treffen lassen?

 

HAMBURGER MENETEKEL ist eine breitangelegte Forschungsarbeit zur Zukunft der Stadt: Schüler*innen aus allen sieben Stadtbezirken lasen und deuteten in den vergangenen Monaten die Zeichen an den Wänden. Ihre Erkenntnisse lassen vermuten, dass Hamburg vor gravierenden Veränderungen steht. Gemeinsam mit Künstler*innen und Wissenschaftler*innen der unterschiedlichsten Fachgebiete führen sie nun das Publikum in eine Welt großer und drängender Fragen; zwischen Spiel und Wirklichkeit, Sorge und Vergnügen wird es Teil der Verhandlung um die Gestaltung unserer Zukunft. Wer den futurologischen Kongress verlässt, wird sich verändert haben!

 

 

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ABLAUF und ZEITPLAN am 24/5 - 26/5:

15.30 - 16.00 Anmeldung
16.00 - 19.00 Uhr Kongress
1 Stunde Pause
20.00 - 21.15 Uhr Zukunftsmusik

  • Jeweils an den Nachmittagen um 15.30 Uhr beginnt die Anmeldung zum Kongress. Nach einer kurzen Eröffnung im Saal des Schauspielhauses, werden die Zuschauer*innen in sieben verschiedene Gruppen aufgeteilt. Die gastgebenden Schüler*innen werden diese Themen in sieben verschiedenen, inszenierten Räumen im Schauspielhaus – das reicht von Vortrag über Hörspiel bis zu Mitspielanordungen – zusammen mit den Expert*innen vorstellen und diskutieren. Jedes dieser einzelnen Panels dauert ca. 30 Minuten.
  • Jede dieser Gruppen wird nacheinander drei der sieben Themenräume im Haus besuchen können.
  • Die Zuschauer*innen des Kongresses bekommen die Möglichkeit, sich zu den Themen zu verhalten. Ihre Beteiligung fließt in die Abschlusserklärung des Kongresses ein.
  • Gegen 19.00 Uhr gibt es eine einstündige Pause.
  • Um 20.00 Uhr beginnt auf der Bühne des Schauspielhauses die Abschlussveranstaltung, die Hamburger Zukunftsmusik: Ausgehend von Händels Oratorium »Belshazzar« und einer Neukomposition von Samuel Penderbayne werden die Schüler*innen gemeinsam mit den Jungen Symphonikern, Schauspieler*innen des Ensembles, mit Künstler*innen und Expert*innen die verschiedenen Aspekte des Kongresses und seine Ergebnisse zu einer facettenreichen Gesamtschau verknüpfen.

Die Expert*innen:

  • Dr. Irene Poczka (Universität Tübingen)
  • Dr. J. Daniel Dahm (Club of Rome, World Future Council)
  • Anna Vera Kelle, Prof. Friedrich Kirschner, Leoni Voegelin (HfS »Ernst Busch« Berlin)
  • Olaf Corry (Universität Kopenhagen)
  • Sonja Kanemaki, Prof. Dr. Martina Neuburger, Prof. Dr. Jürgen Scheffran, Dr. Katharina Schmidt (Universität Hamburg)
  • Nele Heise (Otherwise Network)
  • Prof. Dr. Mojib Latif (GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel)
  • Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker (Club of Rome & World Future Council)

Die Themen:

+ Antibiotikaresistenzen (Altona)
+ Klimawandel (Harburg)
+ Verteilungsgerechtigkeit, die wachsende Kluft zwischen arm und reich (Eimsbüttel)
+ Europa und Rückkehr des Nationalismus (Nord)
+ Stadt als Beute (Mitte)
+ Die kommenden Kriege (Bergedorf)
+ Digitalisierung und Krise der Demokratie (Wandsbek)

Mit:

Schüler*innen des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums, der Bonifatiusschule, der Franz-von-Assisi-Schule, dem Luisen-Gymnasium Bergedorf, der Max-Brauer-Schule, des Niels-Stensen-Gymnasiums, der Stadtteilschule Eidelstedt, der Sophie-Barat-Schule / Gelehrtenschule Johanneum / Junge Symphoniker Hamburg / Henriette Zahn / Rosemary Hardy / Gala Othero Winter u. a.

 

Weitere Infos finden sie auf www.hamburgermenetekel.de

 

Sehen Sie hier ein Kurzinterview mit dem künstlerischen Leiter Ron Zimmering

 

Schauen Sie hier einen Teaser zur Veranstaltung.

 

Hier finden Sie den Instagram-Account des Hamburger Menetekels.

 

In Zusammenarbeit mit

Carl-von-Ossietzky-Gymnasium
Bonifatiusschule
Franz von Assisi Schule
Luisengymnasium Bergedorf
Max Brauer Schule
Niels-Stensen Gymnasium
Stadtteilschule Eidelstedt
Gelehrtenschule Johanneum
Sophie-Barat-Schule

 

Künstlerische Leitung: Ron Zimmering, Graffitimuseum Regie Zukunftsmusik: Ron Zimmering Regie Panels: Graffitimuseum Komposition: Samuel Penderbayne Musikalische Leitung: Bruno Merse Dramaturgie: Christian Tschirner Bühne: Ute Radler Kostüme: Benjamin Burgunder Filmdokumentation: Wiktor Filip Gacparski Produktionsleitung: Elise Schobeß Orchester: Junge Symphoniker Hamburg Pianistin: Henriette Zahn 

 

Kooperationspartner

 
 

 

 

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