Das Schloss

von Franz Kafka

Premiere 22/02/2020

SchauSpielHaus

Dauer: Zwei Stunden. Keine Pause.

Termine

23/
04/Do SchauSpielHaus
fällt aus
29/
04/Mi SchauSpielHaus / Einführung
fällt aus

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Eigentlich gibt es das Schloss gar nicht. Jedenfalls blickt K., der in dunkler Winternacht im Dorf ankommt, nur in „scheinbare Leere empor“, vom großen Schloss keine Spur. Aber er ist ja auch gar kein Landvermesser, wenngleich er schon am nächsten Tag zwei Gehilfen vorfindet, die behaupten, von alters her in seinen Diensten zu stehen. K.s Wirklichkeit hat der fremden nichts entgegenzusetzen. So bleibt ihm nurmehr übrig, beim Schlossherrn Graf Westwest eine Aufenthaltserlaubnis zu erwirken und Integration zu versuchen. Ein schwieriges Unterfangen. Denn keine Straße führt zum Schloss, „sie führte nur nahe heran, dann aber, wie absichtlich, bog sie ab, und wenn sie sich auch vom Schloss nicht entfernte, so kam sie ihm doch auch nicht näher“.
Die Deutungsmöglichkeiten dieses berühmtesten Romanfragments, das Kafka 1922 schrieb und das 1926 veröffentlicht wurde, scheinen bis heute unerschöpflich. Jede erzählerische Gewissheit wird schon auf der folgenden Seite in groteske Widersprüche verwickelt, absurd-komische Elemente mischen sich unter existenzielle Fragen, bloße Behauptungen können im nächsten Moment zur realen Bedrohung werden.

EINFÜHRUNG:
Am 29/4 laden wir Sie eine halbe Stunde vor der Vorstellung zu einer kostenlosen Stückeinführung im MarmorSaal ein (keine Anmeldung erforderlich, begrenzte Platzkapazität).

KINDERBETREUUNG
Bei der Vorstellung am 29/3 bieten wir während der Vorstellung eine Betreuung für Kinder zwischen vier und zehn Jahren an. Mehr Informationen zur Kinderbetreuung...

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Adaptionsbüros:
Viktor Bodo – Anna Veress – Júlia Róbert – Sybille Meier – Sandra Rétháti.
Die Zentralorganisation behält sich das Recht auf Änderungen vor.

Fotos: Thomas Aurin

Es spielen: Lina Beckmann, Yorck Dippe, Christoph Jöde, Jan-Peter Kampwirth, Matti Krause, Carlo Ljubek, Sasha Rau, Bettina Stucky, Jan Thümer, Michael Weber, Gala Othero Winter Piano: Klaus von Heydenaber, Matthäus Winnitzki Violoncello: Hagen Kuhr, Niklas Hardt Bass: Dirk Ritz, Rainer Vogeley Schlagzeug: Stefan Rager

Regie: Viktor Bodo Bühne: Zita Schnábel Kostüme: Fruzsina Nagy Musik: Klaus von Heydenaber Sound: Gábor Keresztes Licht: Susanne Ressin Video: Vince Varga Dramaturgie: Anna Veress, Sybille Meier Choreographische Mitarbeit: Valenti Rocamora y Tores

Pressestimmen

NDR Kultur

„‚Das Schloss‘ in der Bühnenfassung von Viktor Bodo ist großes Theater und tolles Kino. Da stimmt einfach alles: Bühnenbild, Musik, Effekte und die Besetzung. Ein wunderbares Ensemble agiert mit Energie und Spaß an der Verwandlung. Unbedingt anschauen.“

Hamburger Abendblatt

„Die Musiker im Orchestergraben schaffen im Zusammenwirken mit dem Halbdunkel der Bühne eine unterschwellig bedrohliche Grundstimmung, effektvoll und handgemacht wie in einem altmodischen Sci-Fi-Thriller oder Vampirfilm. Das glänzend aufgelegte Ensemble beweist […] bis zur Erschöpfung seine Lust am Spiel, an der Körperlichkeit, der Verwandlung, am Slapstick.“

Hamburger Morgenpost

„Regisseur Viktor Bodo würzt das Stück mit jeder Menge technischer Finesse – Kameraprojektionen, Schattenpanoramen, von der Decke schwebende Requisiten – und nicht zuletzt einer eindringlichen Livemusik. Regisseur Bodo und das Ensemble mit Carlo Ljubek als Hauptfigur erschaffen aus diesem düsteren Stoff sehenswerte zwei Stunden, in denen es viel zu entdecken gibt: top!“

Nordsee Zeitung

„Das großartige Ensemble pendelt zwischen Lethargie und Beflissenheit, zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Hoffnung und Verzweiflung in einer seltsam surrealen Welt, wo ein Mann als mobiles Wählscheibentelefon bedient und ein Lehrer eine Klasse ohne Schüler unterrichtet.“

FAZ

„Viktor Bodo erschafft immer neue Bilder, die mit ihrer skurrilen Phantastik und ihrem packenden Aberwitz die Atmosphäre der Vorlage ins Heute versetzt. Die gewaltige Theatermaschinerie des Schauspielhauses Hamburg ist dabei bestens geölt und zaubert die schaurig-schönsten Geräusch- und Beleuchtungseffekte herbei, so dass der zweistündige Abend zu einer veritablen Geisterbahnfahrt wird. […] In seiner gekonnt aufwendigen Inszenierung macht der Regisseur ‚Das Schloss‘ zu einer famos breitwandigen Studie über das Tollhaus einer Zivilisation, die vergessen hat, wozu sie da ist. Er bringt uns Frank Kafkas Werk näher, als es uns lieb sein kann.“

stern.de

„Das ist furios gespielt und hervorragend inszeniert. […] Ja, hier darf man bei Kafka auch staunen und lachen. Unbedingt ansehen!“

NDR 90,3 Kulturjournal

„Es ist ein unglaubliches Spektakel gewesen, ein fantastisches, sinnliches Theater. […] Die Schauspieler spielen fantastisch, man meint sie fast zu riechen, wie sie da über diese Leitern und Treppen klettern. “

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