Hitze 14+

nach dem Roman „La Chaleur“ von Victor Jestin, erschienen bei Editions Flammarion
aus dem Französischen von Sina de Malafosse
in einer Fassung von Mathias Spaan und Sonja Szillinsky
/ 2G-Plus-Vorstellung mit Abstand

Uraufführung 23/10/2021

Studio Wiesendamm

Dauer: Eine Stunde. Zwanzig Minuten. Keine Pause.

Termine

21/
01/Fr Studio Wiesendamm / 2G-Plus-Vorstellung mit Abstand
25/
01/Di Studio Wiesendamm / Bei Rückfragen zu dem Termin wenden Sie sich bitte an: Laura Brust, anmeldung-jsh@schauspielhaus.de
z.Zt. ausverkauft. Evtl. Karten an der Abendkasse.
14/
02/Mo Studio Wiesendamm / Schülervorstellung / Bei Rückfragen zu dem Termin wenden Sie sich bitte an: Laura Brust, anmeldung-jsh@schauspielhaus.de
z.Zt. ausverkauft. Evtl. Karten an der Abendkasse.

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Es sind die letzten Tage eines Sommerurlaubs, der den siebzehnjährigen Léonard viel Kraft gekostet hat: Während seine Eltern Jahrhunderthitze, Ausflüge und Karaoke in vollen Zügen genießen, schlägt Léo die Zeit mit Streifzügen über den riesigen Campingplatz an der französischen Atlantikküste tot. Er zwingt sich, zu den Partys der anderen Jugendlichen am Strand zu gehen und beobachtet, wie sie sich zu trashiger Musik betrinken und versuchen, einander näher zu kommen. Alle scheinen darauf zu warten, dass etwas passiert – und mit etwas meinen sie: Sex. Sein einziger Kumpel Louis arbeitet verzweifelt daran, bei irgendeinem Mädchen zu landen und setzt seine letzten Hoffnungen auf Tinder. Bei Léo löst die Nähe der halbnackten schwitzenden Körper, die klebrige Sonnencreme auf der Haut und die brütende Hitze nur Abscheu und ein großes Gefühl von Fremdheit aus. Als Beobachter bleibt er in allem außen vor.

Bis er nachts auf einem Spielplatz unerwartet Zeuge eines Ereignisses wird, das ihn aus seiner Passivität rüttelt. Plötzlich wird er Teil der Campingplatzwelt, plötzlich keimt sogar die Möglichkeit einer Annäherung mit Luce auf, die er aus sicherer Distanz die letzten Wochen beobachtet hat. Aber seit der Nacht auf dem Spielplatz trägt Léo auch die größte Schuld seines Lebens: „Oscar ist tot, weil ich ihm beim Sterben zugesehen habe.“ Mit diesem Geständnis beginnt Léos Erzählung der letzten Sommertage, nach denen nichts mehr sein wird, wie es war.

Mathias Spaan adaptiert Victor Jestins vielbeachteten Roman, der 2020 in deutscher Übersetzung erschien, am Jungen SchauSpielHaus zum ersten Mal für das Theater.

Fotos: Sinje Hasheider

Es spielen: Severin Mauchle, Alicja Rosinski, Nico-Alexander Wilhelm

Regie: Mathias Spaan Bühne: Anna Armann Kostüme: Josephin Thomas Dramaturgie: Sonja Szillinsky

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

„Im Grunde ist „Hitze“ eine dramatisch mit dem Todesmotiv verschärfte Coming-of-Age-Geschichte: Junge Menschen bekommen ein Angebot, wie sie ihren Alltag gestalten wollen, aber was ist, wenn sie dieses Angebot nicht annehmen können oder wollen? […] Das ist so freundlich, so hoffnungsfroh und nicht zuletzt so echt von Mauchle und Rosinski gespielt, man würde es Léonard und Luce gönnen, dass sie das zwischen sich irgendwie hinbekommen.“

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