Pension zur Wandernden Nase

nach »Die Spieler«, »Die Nase« und anderen Texten von Nikolaj Gogol, bearbeitet von Péter Kárpáti
Deutsch von Sandra Rétháti
/ Repertoire

Uraufführung 15/10/2016

MalerSaal

Dauer: Eine Stunde, 40 Minuten, keine Pause

Wenn aus einer Kutsche plötzlich eine uniformierte Nase steigt – und noch dazu die eigene – oder wenn ein Toter auf der Suche nach seinem gestohlenen Mantel den Menschen die Pelze von den Schultern reißt, wenn sich eine Frau vervielfacht und gänsegesichtig überall herumhockt oder wenn das Porträt eines Greises nachts aus dem Bilderrahmen klettert, dann befinden wir uns in der Welt Gogols, in der es von finsteren Gestalten, irrationalen Begebenheiten und grotesken Szenerien nur so wimmelt. Das Böse ist so banal wie teuflisch, so unlogisch wie lächerlich, und wer ihm erst begegnet, wird es mit der Angst zu tun kriegen oder gleich mit dem Leben bezahlen. Denn die korrupten, kleinmütigen und persönlichkeitsfixierten Bürger verschwinden gerne im Nebel ihrer Stadt, sobald es brenzlig wird.

Fotos © Thomas Aurin

Es spielen: Karoline Bär, Sandra Gerling, Ute Hannig, Andreas Grötzinger, Paul Herwig, Michael Prelle, Bastian Reiber, Aljoscha Stadelmann, Michael Weber, Samuel Weiss

Regie: Viktor Bodo Bühne: Julia Balász Kostüme: Krisztina Berzsenyi Musik: Klaus von Heydenaber Tondesign: Gábor Keresztes Licht: Andreas Juchheim Dramaturgie: Sybille Meier, Anna Veress

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

„Ein höchst unterhaltsamer Theaterabend voll überraschender Wendungen. (…) Dass die »Pension zur Wandernden Nase« zu so einem grotesk-komischen Theaterspaß wird, liegt an dem herausragenden Schauspieler-Ensemble, (…) diese Schauspieler lassen jede Situation so eskalieren, dass es einem vor Lachen die Tränen in die Augen treibt.“

Süddeutsche Zeitung

„Sein Talent für rätselhafte Miniaturwelten zeigt Victor Bodo mit seiner Gogol-Adaption »Pension zur Wandernden Nase«“.

swr2

„Weltpolitik als abgekartetes Spiel? Bodo lässt viele Lesarten zu (…), das ist das große Plus dieses unterhaltsamen, schwungvollen Abends.“

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