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Streaming

Jede Woche präsentieren wir Ihnen eine Inszenierung aus unserem Repertoire sowie Glanzlichter aus der Geschichte des SchauSpielHauses. Immer samstags ab 20.00 Uhr für 24 Stunden auf dringeblieben.de.

 

SchauSpielHausStream

 

Sa, 10/4/2021 ab 20.00 Uhr für 24 Stunden verfügbar auf dringeblieben.de

 

Die Wehleider

nach Motiven aus Maxim Gorkis »Sommergäste«
von Christoph Marthaler, Anna Viebrock, Stefanie Carp
Regie: Christoph Marthaler

Dauer: Zwei Stunden. Zwanzig Minuten.

Es handelt sich bei diesem Stream um die Aufzeichnung einer Fotoprobe, die Reaktionen der Fotografen ersetzen hier den Atem des Publikums (und schaffen eine besondere Spiel-Atmosphäre, die vielleicht an wenigen Stellen als Störung empfunden werden könnte.)

Merkwürdige Menschen sind es, die in einer Turnhalle kampieren. Peinliche Europäer, die Integrationskurse für die vage wahrgenommenen Menschen, die über die Grenzen kommen, üben? Oder geht es um die eigene Zukunft und die eigenen Grenzen? Ist die Turnhalle ein Luxusresort, in dem das Lager, das Warten und Verhöre zur Feststellung der Identität als Übungen zelebriert werden? Geht es um Simulation oder Freizeitgestaltung?

Christoph Marthaler und Anna Viebrock verwenden für das Lager der Europäer und die neuen Klassenkämpfe Motive aus Maxim Gorkis »Sommergäste«. Es ist eine Gesellschaft im Stillstand und in beängstigender Hektik, gesteuert von untergründiger Angst vor dem Absturz und der Veränderung aller Verhältnisse. Die einen verteidigen einen Status quo, die anderen wollen ihn – allerdings nur fiktiv – auflösen. Viel Gerede und Überformung der Ängste verdrängt, was in Wirklichkeit stattfindet. Außerhalb finden Katastrophen statt, die von den Turnhallenbewohnern genauso wenig wahrgenommen werden, wie alles, was die Fiktion des guten Europas stört. Doch die Vertreter dieser Fiktion werden sich in der Zukunft für Verbrechen an den Grenzen, in den Lagern, für die unsinnige Verteidigung eines Wohlstands für Wenige, legitimieren müssen.

Es spielen: Joaquin AbellaMarc BodnarJean-Pierre CornuBendix DethleffsenHaizam FathyAltea GarridoSachiko HaraRosemary Hardy, Irm HermannJan-Peter KampwirthAnne Müller,, A.J. NavarroJosef OstendorfMartin PawlowskySasha RauClemens SienknechtGraham F. ValentineBettina StuckyGala Othero Winter

Regie: Christoph Marthaler / Bühne und Kostüme: Anna Viebrock / Dramaturgie: Stefanie Carp / Licht: Annette ter Meulen / Inspiziens: Felicitas Melzer / Ton: Heiko Jooß, Christoph Naumann

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Sa, 17/4/2021 ab 20.00 Uhr für 24 Stunden verfügbar auf dringeblieben.de

 

Lulu 

von Frank Wedekind
Regie: Peter Zadek

Dauer: Drei Stunden. Fünfundvierzig Minuten.

Stream der WDR-Aufzeichnung aus dem Jahr 1991

 

Am 17/4/2021 haben Sie die Gelegenheit, sich eine weitere Kostbarkeit aus unserem Archiv anzuschauen:

Wir präsentieren die WDR-Aufzeichnung von Peter Zadeks legendärer »Lulu« Inszenierung mit Susanne Lothar in der Titelrolle, Matthias Fuchs, Heinz Schubert, Ulrich Tukur, Ulrich Wildgruber und vielen weiteren großartigen Schauspieler*innen. Lulu ist ein junges Mädchen, das von männlichen «Beschützern» abhängig ist und die sie sexuell bei Laune hält. Wedekind nannte seine 1894 abgeschlossene fünfaktige Urfassung im Untertitel „Eine Monstretragödie". Zwei Jahrzehnte lang wird er, genötigt durch Zensur wie durch Gerichtsprozesse, den Stoff umarbeiten und entschärfen. Erst in Peter Zadeks Inszenierung, 1988 am Hamburger Schauspielhaus, wurde Wedekinds Urfassung in ihrer tabulosen Drastik und harten Sprache uraufgeführt. Die Inszenierung wurde ein Triumph – für das Stück, den Regisseur und sein Ensemble.

Peter Zadek: „Irgendwann Anfang der achtziger Jahre in einem Hamburger Restaurant (Silvester, glaube ich, bei Cuneo). Ingrid Andree ist da, berühmte Lulu von damals, und Tochter Suse Lothar, junge, anfangende Schauspielerin. Die Sicherheit, dass ich mit dieser Schauspielerin »Lulu« inszenieren will (kann). Warum? Keine Ahnung. »Lulu« ist ein Stück über Projektion. Der Regisseur muss sich mit den Projektionen von vielen Männern identifizieren können. 1900 war Lulu ein Killer. Heute ein Opfer. Lulu hält durch… Sexuelle Mutter Courage. Man muss sie aus der legendären Femme-fatale-Welt der Jahrhundertwende lösen, auch aus dem Dietrich-Land der zwanziger Jahre. Eine deutsche Frau, zwischen Masochismus (extrem), grimmigem Durchhaltevermögen und wilder romantischer Phantasie. «Ich träume davon, einem Triebverbrecher in die Hände zu fallen!» Die Sucht nach dem Absoluten, der Utopie, dem Tod. Die Erlösung von der Sehnsucht.

(Theater heute Jahrbuch 1988)

Es spielen: Babett Arens, Uwe Bohm, Hans-Jörg Frey, Matthias Fuchs, Jutta Hoffmann, Grischa Huber, Albert Kitzler, Knut Koch, Andreas Krämer, Susanne Lothar, Paulus Manker, Hans-Joachim Millies, Christian Redl, Heinz Schubert, Susa Schumann, Carine Signat, Roswitha Soukup, Adolph Spalinger, Ulrich Tukur, Ulrich Wildgruber, Peter Zadek

Regie: Peter Zadek / Mitarbeit: Corinna Brocher, Hartmut Gehrke-Tschudi, Laszlo Kornitzer, Rosee Riggs / Bühne und Kostüme: Johannes Grützke / Musik: Peer Raben, Ausschnitte aus Les Illuminations von Benjamin Britte / Musikalische Einrichtung: Peer Raben / Licht: André Diot

Produktion: Corinna Brocher / Bewegung: Roy Bosier, Lajos Kovacs / Fotografie: Roswitha Hecke / Bühnenbildassistenz: Moritz Schröder / Kostümassistenz: Bettina Helmi, Britta Hansen / Inspizienz: Poul Frederiksen / Soufflage: Traute Eichhorn / Requsite: Burckhard Rode, Katrin Möller / Koordinatorische Mitarbeit: Jan Timmerbeil

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Sa, 24/4/2021 ab 20.00 Uhr für 24 Stunden verfügbar auf dringeblieben.de

Philipp Hauß, Paul Herwig, Julia Wieninger, Ensemble in »Reisende auf einem Bein« © Stephen Cummiskey
 

Reisende auf einem Bein

von Herta Müller
in einer Fassung von Katie Mitchell und Rita Thiele 
Regie: Katie Mitchell

 Stream des Generalprobenmitschnitts

Irene verlässt ihre osteuropäische Heimat, die von einem Diktator regiert wird, als politisch Verfolgte und kommt 1987 mit einem einzigen Koffer nach West-Berlin. Sie hofft Sicherheit und Zuversicht zu finden, doch die Verletzungen der Vergangenheit schmerzen auch hier. Noch herrscht Kalter Krieg: Aus dem „Ostblock“ kommend muss sie sich Verhören durch den Bundesnachrichtendienst unterziehen. Und vor ihrer Einbürgerung steht das umständliche und langwierige Aufnahmeverfahren der Flüchtlingsbehörden. Irene sieht: schwer bewaffnete Soldaten an der Mauer, Armut auf den Straßen, Prostitution und Kälte unter den Menschen. Doch sie weiß, dass ihr Blick auf die neue Umgebung auch von alten Traumata geprägt ist. Nähe sucht sie bei Franz, einem deutschen Studenten, den sie als Urlauber am Schwarzen Meer kennengelernt hat. Doch letztendlich bleibt er ihr fremd, ebenso wie die Stadt und das neue Land, in dem sie eigentlich glückliche Ankunft sucht.

Für ihren Roman »Atemschaukel« erhielt Herta Müller 2009 den Nobelpreis für Literatur. »Reisende auf einem Bein« ist ihr erster Prosaband nach ihrer Übersiedlung aus Rumänien 1987 nach West-Berlin: eine bewegende Geschichte von Ferne und Nähe, Abreise und Ankunft und innerer Zerrissenheit, in brillanten Sprachbildern geschildert. Katie Mitchell inszeniert diese Erzählung mit filmischen und theatralischen Mitteln und wurde dafür 2016 mit dem Theaterpreis Hamburg in der Kategorie „Herausragende Inszenierung / Dramaturgie“ ausgezeichnet.

 
Es spielen: Achim BuchPhilipp HaußPaul HerwigJosefine IsraelRuth Marie KrögerMichael PrelleJulia Wieninger

Regie: Katie Mitchell / Regiemitarbeit: Lily McLeish / Bühne: Alex Eales / Kostüme: Laura Hopkins / Licht: Jack Knowles / Sound Design: Melanie WilsonDonato Wharton / Videoregie: Grant Gee / Videodesign: Ingi Bekk / Livekamera: Sebastian Pircher (impulskontrolle)Christin Wilke / Komposition: Paul Clark / Dramaturgie: Rita Thiele
 

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So nehmen Sie am Stream teil

Wir präsentieren unsere Streaming-Übertragungen in Zusammenarbeit mit der Plattform dringeblieben.de zum Preis von 6,50 € pro Zugang. Der Bezahlvorgang läuft über den Online-Verkauf des Deutschen SchauSpielHauses. Nach Erwerb eines Zugangs schicken wir Ihnen eine E-Mail mit einem Zugangscode. Mit diesem Code können Sie dann auf dringeblieben.de den Stream starten. Sie müssen sich dafür dort nicht gesondert registrieren.

Sie haben Ihren Zugangscode verloren? Hier geht's zu einer Kurzanleitung zur erneuten Zusendung des ZugangCodes.

 

MONO

 

 

1 Schauspieler*in, 1 Rolle, 1 Text

Unser Ensemble begibt sich an Orte, die zurzeit nicht zugänglich sind, Räume der Zusammenkunft, die momentan menschenleer sind und brach liegen. Ein Ort, eine Rolle, ein Text – was dann passiert ist MONO. Die wöchentlich um neue Folgen erweiterte Video-Reihe finden Sie hier.

 

 

Im Lockdown um die Welt

 

 

Ein Videoformat von und mit dem Ensemble

Ein Videoformat von und mit dem Ensemble
Von der SchauSpielHaus-Sofaecke aus starten Ensemblemitglieder gemeinsam mit bekannten Gesichtern des Hauses eine Reise rund um die Welt. Hier können Sie mitreisen.

 

 

Haus der Geister

 

Von November bis März präsentierte Ihnen unser Ensemble auf und hinter den Bühnen, an Ihnen bisher unbekannten Orten des Grauens im Deutschen SchauSpielHaus Gespenstergeschichten. Ins »Haus der Geister« geht es hier entlang.

 

 

 

SchauSpielHausBesuch

 

 

Während der Spielbetrieb auf Eis gelegt ist, versammeln wir uns ums digitale Lagerfeuer und sorgen für Ihre Zerstreuung. Unter dem Titel »SchauSpielHausBesuch« bauen wir den kreativen Energien unseres Hauses digitale Übergangsspielwiesen:

Karin Beier traf unsere Ensemblemitglieder zum Zweiergespräch über das Leben mit Corona und ohne Theater. Die Schauspieler*innen brachten zu jedem Gespräch etwas mit: Einen Text, ein Lied, eine kleine Performance, ein Kunststück – lassen Sie sich überraschen!

Hier geht's lang!