lauwarm 14+

von Sergej Gößner
Regie: Mathias Spaan
Ermöglicht durch die Freunde des Schauspielhauses
/ Repertoire

Uraufführung 07/04/2019

RangFoyer

Dauer: Eine Stunde. Keine Pause.

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„Und plötzlich bebt alles, und bebt und bebt, und drückt und pocht, und dann beruhigt es sich wieder und hört auf. Aber irgendetwas passiert. Irgendetwas hat sich verändert. Irgendetwas – Dann bebt es wieder und drückt und knirscht und tut weh und drückt noch mehr, – meine Knochen – meine Knochen – alles drückt – ich werde erdrückt – mein Kopf, meine Schultern – ich werde erdrückt! – mein Brustkorb – ICH WERDE ERDRÜCKT! – Und dann hat alles ein Ende, und alles beginnt.“

Sergej Gößner, Ensemblespieler des Jungen SchauSpielHauses und preisgekrönter Nachwuchsautor, schreibt mit „lauwarm“ ein Stück über die intimsten Momente des Menschseins. Sein Text erzählt poetisch und humorvoll von Geburt, Kindheit und Identität – er handelt nicht zuletzt davon, wie es sich anfühlt „dazwischen“ zu sein. Wie begegnet man der eigenen Sexualität, wenn sie anders und fremd erscheint? Und wie erklärt man Familie und Freunden, dass man mehr als nur ein Geschlecht begehrt? Der junge Regisseur Mathias Spaan, Student der Theaterakademie Hamburg, wird diesen Monolog für das RangFoyer in Szene setzen. Fabian Dämmich spielt den hin- und hergerissenen Protagonisten in dieser lyrischen, semi-biographischen Uraufführung.

Ermöglicht durch die Freunde des Schauspielhauses

Fotos: Sinje Hasheider

Es spielt: Fabian Dämmich

Regie und Bühne: Mathias Spaan Ausstattung und Ton: René Haustein Dramaturgie: Sonja Szillinsky

Pressestimmen

Hamburger Morgenpost

„Der autobiografische Text stammt von Sergej Gößner, der am Jungen Schauspielhaus engagiert ist. Auf der Bühne verkörpert ihn Fabian Dämmich. Und das macht er famos: Gefühlvoll, zerbrechlich, verspielt und witzig bringt er die Coming-of-Age-Erzählung eine knappe Stunde auf die Bühne, charmant und mit vielen cleveren Ideen inszeniert (Regie: Mathias Spaan).“

Hamburger Abendblatt

„Sergej Gößners Text ist dann am stärksten, wenn er sehr offen die verwirrte Gefühlswelt seines Protagonisten offenlegt. Wenn er zwischen den Zeilen vermittelt, dass Sexualität sehr politisch aufgeladen sein kann. Dass der Druck, eine Norm zu erfüllen, weiterhin groß ist, auch wenn man in einer freiheitlichen Gesellschaft heranwächst und nicht in einem repressiven Staat, wo gleichgeschlechtliche Liebe heutzutage sogar lebensbedrohlich sein kann.“

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