Der Menschenfeind

von Molière
Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens
Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin
Hamburger Theater Festival
/ Gastspiel

Termine

31/
05/Di SchauSpielHaus / Platzierung ohne Abstand
01/
06/Mi SchauSpielHaus / Platzierung ohne Abstand

Feine Charakterstudien und hintergründiger Witz zeichnen die berühmte Komödie Molières aus und erlauben es dem wunderbar aufspielenden achtköpfigen Ensemble, das Publikum ganz in seinen Bann zu ziehen. Es geht um Liebe — vordergründig. Auch hintergründig. Vor allem abgründig: Die Regisseurin Anne Lenk lässt ihre Figuren das verbale Kräftemessen mit ebenso viel Sinnlichkeit wie Härte zelebrieren. Ulrich Matthes‘ Alceste, ein sardonischer Eigenbrötler, der die Witwe Célimène umwirbt, entpuppt sich als stiller (Ver-)Zweifler, sein weiblicher Counterpart, gespielt von Franziska Machens, ist die flippante Gesellschaftslöwin, die ihren widerspenstigen Verehrer selbstbewusst an der Nase herumzuführen weiß. Molière wusste, wovon er schrieb: Seine Komödie spielt in den feinsten Kreisen der Gesellschaft, in denen der Dichter selbst lebte und liebte.

In klug gereimten Versen schlägt ein Argument das andere, trickst eine Formulierung die andere aus. Anne Lenk verwendet die großartige Übersetzung von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens: Deren feinsinnigen Wortwitz nehmen die acht Darsteller genussvoll auf, genießen Pausen und Pointen. Das raffinierte Bühnenbild und die treibende Musik tragen ihren Teil dazu bei, diesen Abend unvergesslich zu machen.

Foto: Arno Declair

Es spielen: Ulrich Matthes, Manuel Harder, Franziska Machens, Lisa Hrdina, Judith Hofmann, Timo Weisschnur, Jeremy Mockridge, Elias Arens

Regie: Anne Lenk Bühne: Florian Lösche Kostüme: Sibylle Wallum Musik: Camill Jammal Licht: Matthias Vogel
Kooperationspartner

Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung

„Die Aufführung ist nicht nur in ihrer Leichtigkeit, Intelligenz und schnörkellosen Klarheit ein Vergnügen. Wohltuend ist Lenks Vertrauen auf einen Klassiker, den sie ernst nimmt, und ihre Konzentration auf die Sprache und ihre Raffinessen.“

RBB24

„Unbestritten gelingt Anne Lenk ein klug austarierter, kurzweiliger Abend mit grandiosen Schauspielern und rasanten Wortgefechten.« TAZ »Das Bühnenbild, treibende Clubmusik und das Licht als Requisit saugen die Zuschauer in das Geschehen. Zu Recht gibt es nach 90 Minuten donnernden Applaus.“

Der Tagesspiegel

„Ernsthaft und komisch zugleich; mit lässig ausgespieltem Witz und tiefer liegendem Erkenntnispotenzial. Da kann man [...] durchaus mal die dreieinhalb Jahrhunderte vergessen, die uns von Molière trennen.“

Märkische Allgemeine

„Selten so gelacht.“

Südwest Presse

„Schon rein sprachartistisch ein rarer Hochgenuss! [...] Ulrich Matthes, der begnadete Charakterdarsteller, findet für alles noch so kontrovers Erscheinende genau den richtigen Ton.“

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