Der Menschenfeind

von Molière
Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens
Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin
Hamburger Theater Festival

Termine

21/
04/Di SchauSpielHaus
fällt aus
22/
04/Mi SchauSpielHaus
fällt aus

Ulrich Matthes spielt Molière! Als Alceste liebt er Célimène, doch die junge Witwe hält ihn hin. Ungeduldig begibt er sich in ihr Haus, um von ihr ein klares Bekenntnis zu hören. Dort trifft er auf Freunde und Konkurrenten, auf eine Gesellschaft, die bei Hof ein- und ausgeht und deren formvollendete Umgangsformen er als verlogen und geheuchelt ablehnt. Alceste wiederum ist allen bekannt, er hat sich seinen Ruf redlich verdient: Der ‚Menschenfeind‘ ist ein anstrengender Charakter, klug, witzig, wohlhabend und voller Hass auf die Welt, zu der er gehört. Er schlägt um sich, verletzt mit Worten, predigt unbedingte Wahrheit, Kompromisslosigkeit und Weltflucht.

Dass das Stück bis heute zu den ganz großen Komödien gehört, liegt am Genie Molières, der damit vermutlich sein am meisten autobiografisch geprägtes Stück vorlegte. Am Hof Ludwigs XIV. angekommen, klarsichtig und verführbar und einer um 21 Jahre jüngeren Frau erlegen, wusste Molière, dass nichts komischer ist als der Mensch im Strudel seiner Schwächen. Der berühmte Dramatiker durchschaute die Mechanismen des Hofes und dessen Macht-Hierarchie. Die Regisseurin Anne Lenk und das glänzend aufgelegte, äußerst spielfreudige Ensemble des Deutschen Theaters verführen das Publikum nach allen Regeln der Kunst.

Foto: Arno Declair

Es spielen: Ulrich Matthes, Manuel Harder, Franziska Machens, Lisa Hrdina, Judith Hofmann, Timo Weisschnur, Jeremy Mockridge, Elias Arens

Regie: Anne Lenk Bühne: Florian Lösche Kostüme: Sibylle Wallum Musik: Camill Jammal Licht: Matthias Vogel

Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung

„Die Aufführung ist nicht nur in ihrer Leichtigkeit, Intelligenz und schnörkellosen Klarheit ein Vergnügen. Wohltuend ist Lenks Vertrauen auf einen Klassiker, den sie ernst nimmt, und ihre Konzentration auf die Sprache und ihre Raffinessen.“

RBB24

„Unbestritten gelingt Anne Lenk ein klug austarierter, kurzweiliger Abend mit grandiosen Schauspielern und rasanten Wortgefechten.« TAZ »Das Bühnenbild, treibende Clubmusik und das Licht als Requisit saugen die Zuschauer in das Geschehen. Zu Recht gibt es nach 90 Minuten donnernden Applaus.“

Der Tagesspiegel

„Ernsthaft und komisch zugleich; mit lässig ausgespieltem Witz und tiefer liegendem Erkenntnispotenzial. Da kann man [...] durchaus mal die dreieinhalb Jahrhunderte vergessen, die uns von Molière trennen.“

Märkische Allgemeine

„Selten so gelacht.“

Südwest Presse

„Schon rein sprachartistisch ein rarer Hochgenuss! [...] Ulrich Matthes, der begnadete Charakterdarsteller, findet für alles noch so kontrovers Erscheinende genau den richtigen Ton.“

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