Die Orestie

von Aischylos
Hamburger Theaterfestival
Eine Produktion des Burgtheaters Wien
/ Gastspiel

06. Mai 2019

SchauSpielHaus

Dauer: Zwei Stunden. Zehn Minuten. Keine Pause.

Drei Teile, ein Thema: Rache. Aischylos beginnt seine Tragödientrilogie »Orestie« mit der Heimkehr des Agamemnon nach zehn Jahren Trojanischen Krieges. Auf seinem Haus lastet ein Fluch. Agamemnon selbst hat seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis geopfert. Seine Frau Klytaimestra lebt im Ehebruch mit Aigisthos, sie ermordet Agamemnon.

Im zweiten Teil, den Choeophoren, nimmt wiederum ihr Sohn Orest Rache für den Tod des Vaters. Er erschlägt Aigisthos und seine Mutter Klytaimestra.

Im dritten Teil, den Eumeniden, durchbricht der Dichter den Kreislauf der Rache: Die Göttin Pallas Athene beendet den Mechanismus des Tötens; sie verfügt, dass Orest nicht der Rache zum Opfer fällt, sondern sich vor einem Gericht, bestehend aus den Bürgern Athens, verantwortet — der Anfang der Moderne.

Der Regisseur Antú Romero Nunes erzählt »Die Orestie« mit sieben Schauspielerinnen aus der Perspektive der Erinyen, die Pallas Athene als Werkzeug ihrer Macht dienen. Die sieben werden gezwungen, ihre alte Funktion als Rachegöttinnen aufzugeben und sich in eine demokratische Rechtsordnung zu fügen.

Foto: Reinhard Werner



Es spielen: Caroline Peters, Maria Happel, Andrea Wenzl, Barbara Petritsch, Aenne Schwarz, Sarah Viktoria Frick, Irina Sulaver Chrorleitung: Bernd Freytag Regie: Antú Romero Nunes Bühne: Matthias Koch Kostüme: Victoria Behr Musik: Thomas Kürstner & Sebastian Vogel Licht: Friedrich Rom Dramaturgie: Klaus Missbach
Kooperationspartner

Pressestimmen

Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Antú Romero Nunes hat seine bislang beste Arbeit in Wien abgeliefert […] einen Abend großer Kunst."

Kleine Zeitung

"Verknappt, spannend, zeitlos. Und unkonventionell. [...] Eine spannende und beklemmende Lektion über Machtmissbrauch, sinnlose [...] Vergeltungssucht, dargeboten von chorreichen und fast durchwegs glorreichen Sieben."

Die Presse

"Antú Romero Nunes jedoch versteht es, in seiner Inszenierung […] in beeindruckender Weise Text und Handlung so zu verdichten, dass man die Details gar nicht kennen muss, um dennoch einen Gesamteindruck von diesem überwältigenden Stück Weltliteratur zu bekommen."

Der Standard

"Schlüssig und famos umgesetzt erweist sich die Idee, aus dem Chor von sieben Schauspielerinnen [...] auch sämtliche handelnden Figuren herauszulösen. Einmal umgedreht, und schon rafft sich Caroline Peters als mächtige Klytaimnestra ihr Gorgonenhaar. Genial auch Maria Happel als gehörnter Agamemnon auf Kothurnen oder Aenne Schwarz als rasender Orestes [...]."

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