Édouard Louis im Gespräch mit Falk Richter

Lesung und Gespräch / Vorstellung mit Abstand

Édouard Louis und Falk Richter sprechen über seinen gerade auf Deutsch erschienenen Roman »Die Freiheit einer Frau«, der am 5/3 zur deutschsprachigen Erstaufführung gebracht wird. Nun ist sie zurück, die soziale Klasse. Doch bevor dieser nostalgisch anmutende Begriff auch in Deutschland wieder entstaubt wurde, entdeckten französische Intellektuelle und Soziologen wie Édouard Louis, Didier Eribon und Geoffroy de Lagasnerie das Phänomen der Klasse wieder neu. Bereits in seinem autobiographischen Debüt »Das Ende von Eddy« erzählt der Shootingstar der französischen Literaturszene Édouard Louis, der im Arbeitermilieu in der französischen Provinz aufwuchs, basierend auf seiner eigenen Lebensgeschichte von alltäglicher Gewalt, sozialer Ungerechtigkeit und Ausgrenzung.
Édouard Louis wurde 1991 geboren. »Das Ende von Eddy« sorgte 2015 für großes Aufsehen und wurde zu einem internationalen Bestseller. Sein zweiter Roman »Im Herzen der Gewalt« erschien 2016. Édouard Louis’ Bücher erscheinen in 30 Ländern. Im Sommer 2018 war er Samuel-Fischer-Gastprofessor an der Freien Universität Berlin, wo er den Begriff der „konfrontativen Literatur“ prägte.

Der Autor und Regisseur Falk Richter inszenierte am SchauSpielHaus zuletzt die Uraufführung von Elfriede Jelineks „Am Königsweg“, die zum Berliner Theatertreffen 2018 eingeladen wurde sowie das Musical »Lazarus« von David Bowie und Enda Walsh. Die Spielzeit 2019-20 eröffnete er mit Michel Houllebecqs »Serotonin«. In der Spielzeit 2021-22 inszeniert er die Deutsche Erstaufführung von »Die Freiheit einer Frau« nach dem Buch von Édouard Louis.

Die Lesung findet in französischer und deutscher Sprache statt. Das Gespräch führen Édouard Louis und Falk Richter auf Englisch.

Foto: Jerome Bonnet

Mit: Édouard Louis, Falk Richter
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