Hamburger Menetekel: Die Pressekonferenz

22. Februar 2019

- Hinterbühne

Babylon, 543 vor unserer Zeit: Die Perser stehen vor den Toren der Stadt, im Palast des Herrschers wird gefeiert. Da erscheint auf der Wand ein rätselhafter Schriftzug: MENE MENE TEKEL UPHARSIN. Keiner der Gelehrten kann oder will den Spruch deuten. Erst der aus dem Gefängnis herbeigebrachte Jude Daniel sagt anhand der Schrift den Untergang des babylonischen Reiches voraus. Noch in derselben Nacht dringen persische Soldaten in die Stadt ein, das Weltreich zerfällt.
Hamburg, 2018: Straßenmöbel, Transportmittel und Wände der Stadt sind dicht beschrieben. Auch heute scheint niemand die Zeichen deuten zu wollen oder zu können. Im Gegenteil: 600 Mio Euro werden jährlich ausgegeben, um sie zu entfernen. Was, wenn die Graffiti die Menetekel von heute sind? Was, wenn sich anhand dieser Zeichen Aussagen über unsere Zukunft treffen lassen?

In einer breitangelegten Forschungsarbeit zur Zukunft der Stadt Hamburg lesen Schüler*innen aus sieben Hamburger Schulen seit September 2018 die Graffiti der Stadt ein und deuten das gesammelte Material. Alle bisherigen Erkenntnisse lassen vermuten, dass die Stadt Hamburg in naher Zukunft vor gleich mehreren existentiellen Krisen steht. Am 22/2/2019 stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Zukunftsprognosen auf einer Pressekonferenz vor.

Weitere Infos finden sie auf www.hamburgermenetekel.de.

Schauen Sie hier einen Teaser zur Veranstaltung.

Hier finden Sie den Instagram-Account des Hamburger Menetekels.

Foto: Graffitimuseum

Künstlerische Leitung: Ron Zimmering, Graffitimuseum Regie: Ron Zimmering Dramaturgie: Christian Tschirner Produktionsleitung: Elise Schobeß Orchester: Junge Symphoniker Hamburg
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