Minsk – Moskau – Kiew

Ein Gespräch mit Viktor Martinowitsch, Autor des Romans »Revolution« / Kostenlose Eintrittskarten sind online oder über den Kartenservice buchbar. Weitere Infos im Text.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

In Viktor Martinowitschs im Mai 2022 am SchauSpielHaus uraufgeführtem Roman »Revolution« spielt die Hauptstadt, früher auch Kapitale genannt, als Ort der Ballung von Macht, Exzess, Reichtum, Armut und Gewalt eine tragende Rolle: Sie ist nicht Hintergrund, sondern selbst Gegenstand, Verheißung, Geheimnis und Offenbarung, auch Dschungel, Dickicht, ein unüberschaubares, verschlungenes Territorium, besetzt von Geschichte und Erinnerungen, zugleich unbekanntes Gebiet, Terra incognita. Nicht zufällig ist der Held Dozent für Architekturgeschichte mit dem Spezialthema stalinistische Bauten. Die Metropole ist ein Mix, mehr Moskau als Minsk, gemessen an Kapital und Luxus, aber auch in der Art, wie jede Hauptstadt heute nur als internationaler Mix zu fassen ist. Und dennoch zeichnet die Hauptstadt das Image jeden Landes, sein Gesicht, bildet aber auch real die hochkomplexe und höchst verwundbare Hardware allen sozialen Lebens darin, zugleich Steuerungseinheit und Infrastruktur … ebenfalls alles höchst verwundbar und, wie wir jetzt wissen, ein erstes Ziel im Krieg.
Viktor Martinowitsch, der Ende Februar auch bei der Solidaritätsveranstaltung »#StandWithUkraine« im SchauSpielHaus zugeschaltet war, wird an diesem Abend sicherlich nicht nur über seinen Roman und die Situation in seinem Heimatland Belarus sprechen, sondern auch die Lage in Kiew und der Krieg in der Ukraine werden Themen dieses Gesprächsabends sein.

Das Gespräch führen der Regisseur Dušan David Pařízek und die Dramaturgie.

Es gibt die Möglichkeit, für Hanseatic Help zu spenden.

PLATZKARTE SICHERN

Foto: Kasia Syramalot


Empfehlungen