Das Deutsche SchauSpielHaus ist zum Theatertreffen eingeladen

Die Theatertreffen-Jury gab in Berlin die Auswahl der zehn „bemerkenswerten Inszenierungen“ bekannt, die zum diesjährigen 57. Theatertreffen eingeladen sind.

Wir freuen uns, dass das Deutsche SchauSpielHaus in diesem Jahr mit »Anatomie eines Suizids« von der jungen britischen Autorin Alice Birch in der Inszenierung von Katie Mitchell zum Theatertreffen eingeladen ist. Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 17/10/2019 im SchauSpielHaus statt. Es spielen Sandra Gerling, Paul Herwig, Josefine Israel, Christoph Jöde, Ruth Marie Kröger, Tilman Strauß, Michael Weber, Julia Wieninger und Gala Othero Winter.

Nach »John Gabriel Borkman« (2015), »Schiff der Träume« sowie »Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie« (2016) und »Am Königsweg« (2018) ist dies die fünfte Einladung zum Theatertreffen für das SchauSpielHaus in der Intendanz von Karin Beier. Die britische Regisseurin Katie Mitchell ist nach 2009 und 2013 zum dritten Mal mit einer Inszenierung eingeladen.

In der insgesamt 35 Produktionen umfassenden Vorauswahl war das SchauSpielHaus zudem mit der Inszenierung »Die Stadt der Blinden« nach José Saramago (Regie: Kay Voges) sowie mit den MalerSaal-Produktionen »Häuptling Abendwind« von Johann Nepomuk Nestroy (Regie: Christoph Marthaler) und »Bluets« nach Maggie Nelson, ebenfalls in der Inszenierung von Katie Mitchell, vertreten.

Das 57. Theatertreffen findet vom 1.–17.5.2020 in Berlin statt.

Die nächsten Vorstellungen von »Anatomie eines Suizids« im SchauSpielHaus finden am 28/2, 8/3 und 26/3 statt. Weitere Vorstellungen sind in Planung.

 

Begründung der Jury

„Die Dramatikerin Alice Birch bittet in ihrem Theaterstück „Anatomie eines Suizids“ drei Frauen auf die Bühne: Mutter Clara, Tochter Anna und Enkelin Bonnie. Die Mutter leidet unter einer schweren Depression, ihre Tochter kompensiert ihr Unglück mit Drogen, beide nehmen sich das Leben. Die Enkelin indes beschreitet andere Wege. Die Schauspielerinnen Julia Wieninger, Gala Othero Winter und Sandra Gerling verkörpern die Frauen zu unterschiedlichen Zeiten. Katie Mitchell inszeniert das kunstvoll komponierte Stück als feinnervigen Abend über den Schmerz, am Leben zu sein, und den Versuch, die eigene Existenz in den Griff zu bekommen. Die Geschichten der drei Frauen spielen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und werden im Text und auf der Bühne parallel montiert. Drei Türen an der Hinterwand führen in drei unterschiedliche Frauenleben. Ein Generationen-Triptychon entsteht. Und ein psychologisch komplexer Abend, der die Frage nach dem gelingenden Leben aufregend neu verhandelt.“

Quelle: Website Berliner Festspiele