Ana Soliz Landivar de Stange

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Ana Soliz Landivar de Stange

Ana Soliz Landivar de Stange kommt aus Bolivien. Vor vier Jahren kam sie nach Deutschland. Sie ist Politikwissenschaftlerin beim GIGA (German Institute of Global and Area Studies) in Hamburg und auch Doktorandin an der Universität Hamburg. Ana studierte in Bolivien Jura. Über ein weiterführendes Studium der Politikwissenschaft in Chile erwarb sie zunächst den zweiten Bachelor. Ana hat auch einen Master in International Studies. Darüber hinaus hat sie in Barcelona Regionale Integration und internationale Wirtschaft studiert. Ana ist Expertin in Regionaler Integration in Lateinamerika, Politische Beziehungen zwischen Südamerika und den USA, Südamerika und China. Sie hat Aufsätze in Spanisch, English und Deutsch publiziert und für die tageszeitung geschrieben. Ana ist politische Analystin für die TV-Programme »Quadriga« und »Agenda« für die Deutsche Welle (DW).
Sie war Dozentin an Universitäten in Bolivien, Chile und an der Universität Hamburg und Gastwissenschaftlerin an Universitäten in Schottland, Venezuela und Australien.

Ana Soliz Landivar de Stange wirkt am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg in der Spielzeit 2014-15 als Expertin bei der »Welt-Klimakonferenz« von Rimini Protokoll mit.



>> Wann und wie kamen Sie das erste Mal mit dem Thema Klimaänderungen in Berührung?

1992 habe ich die Diskussion über die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro in der Zeitung verfolgt. In diesem Moment konnte ich nicht verstehen, warum die USA mit Präsident George Bush das einzige Land war, das den Vertrag nicht unterschrieben hat.


>> Wenn Sie für einen Moment absolute Vollmacht und Handlungsfreiheit hätten, was würden Sie tun / verlangen, hinsichtlich der sich abzeichnenden Klimaveränderung?

Ich würde die Politiker in einer Rakete zum Mars schicken. Da könnten sie diskutieren und nach Leben suchen. Ernsthaft, ich würde ein Protokoll abstimmen, mit einem Long-term Ziel. Analog zu Boliviens Vorschlag würde ich ein internationales Gericht „Klimawandel“, mit aller Vollmacht versehen, gründen.


>> Wie sehen Europa und die Welt in 50 Jahren aus?

Ich sehe zwei Haupt-Szenarios. Erstens: Europa zerfällt, jedes Land wird regiert durch eine nationalistische Partei und es herrscht umfassender Energiemangel. Die Welt ist in permanenten militärischen Konflikten, verbunden mit der Suche nach Ressourcen. Dazu das Drama permanenter Zwangswanderungen. Oder zweitens: Europa integriert sich weiter und betreibt eine gemeinsame, globale und verantwortungsvolle Politik. Die Welt hat verstanden: sie ist ein großes System, alles ist interdependent. Die Nachhaltigkeit in einer Region garantiert auch die Nachhaltigkeit der anderen. Die vorhandene Migration ist positiver Herkunft: Andere Kulturen kennen zu lernen und zu erleben.

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