Burghart Klaußner

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Burghart Klaußner

Geboren in Berlin, begann 1969 ein Studium der Germanistik und der Theaterwissenschaft an der Freien Universität. Ergänzend dazu absolvierte er 1970 eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhard-Schule in Berlin. Sein Debut gab Klaußner 1971 in Berlin unter der Regie von George Tabori in dessen Stück »Pinkville«. In Folge trat er an nahezu allen großen Schauspielhäusern des deutschsprachigen Raums auf, wobei Hamburg, Zürich, Bochum, Düsseldorf und Dresden dabei Schwerpunkte für zahllose wichtige Theaterarbeiten bildeten.
Der erste Kinoauftritt war 1980 die Hauptrolle in Dietrich Schuberts Spielfilm »Ziemlich weit weg«. Viele ambitionierte Kinoproduktionen folgten, wie zum Beispiel »Kinderspiele« (1992, Regie: Wolfgang Becker) »Crazy« und »Requiem« (Regie Hans-Christian Schmid) und der preisgekrönte Film »Good Bye, Lenin! « (2002, Regie: Wolfgang Becker). Es folgten u.a. 2003 »Die fetten Jahre sind vorbei« (Regie Hans Weingartner) und 2009, an der Seite von Kate Winslet, die Oscar-nominierte Verfilmung des gleichnamigen Romans »Der Vorleser« (Regie: Stephen Daldry). Ebenfalls für den Oscar nominiert waren seine Filme »Bridge of Spies« (Regie Spielberg) und natürlich »Das weiße Band« in der Regie von Michael Haneke. 2015 spielte er in dem außerordentlich erfolgreichen Film »Der Staat gegen Fritz Bauer« die Titelrolle. Für netflix, und erneut unter der Regie von Stephen Daldry, spielte Klaußner in der weltweit erfolgreichen Serie »The Crown« den Pädagogen Kurt Hahn, Erzieher sowohl des Prinzen Philipp, als auch dessen Sohn Charles.

Anfang 2006 gab Burghart Klaußner mit der Inszenierung von Edward Albees »Die Ziege oder Wer ist Sylvia? « sein Regiedebüt an den Hamburger Kammerspielen. Zahlreiche Inszenierungen, unter anderem in Bochum und Dresden, folgten, darunter die deutsche Erstaufführung von Yasmina Rezas »Der Gott des Gemetzels«. In letzter Zeit spielte Klaußner in Dresden Dorfrichter Adam in Kleists »Der zerbrochene Krug« und Philipp im »Don Carlos«. Im St. Pauli Theater Hamburg sowie bei den Ruhrfestspielen trat er mit Arthur Millers »Tod eines Handlungsreisenden« auf, und für diese Rolle des Willy Loman wurde Klaußner im November 2012 als bester Darsteller mit dem Deutschen Theaterpreis »Der Faust« geehrt.
In Wien gastierte er 2018 an Burg- und Akademietheater, und 2019 folgte der »Galilei« von Brecht in Düsseldorf.
Diesen Dichter verkörperte Klaußner außerdem für die ARD in dem großen Zeitpanorama »Brecht« unter der Regie des legendären Heinrich Breloer.
Für seine Arbeit wurde Burghart Klaußner über die Jahre mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht.

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