Dr. Bernd Hezel

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Dr. Bernd Hezel

Bernd Hezel studierte hauptsächlich Physik und wurde 2010 in Heidelberg mit einer Dissertation zur theoretischen Quantenmechanik promoviert. An der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ konzipierte er im Anschluss — zusammen mit Kollegen anderer Gewerke — Medienformate für die Vermittlung von Ergebnissen der Klimawandel-Forschung. Zur gleichen Zeit setzte er durch Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, zum Beispiel bei der Berlinale, eine Diskussion über »Green Production« in der Filmindustrie in Gang. Zur Zeit leitet er am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung die Gruppe »Impact Services & Climate Media« und beschäftigt sich mit der narrativen, spielerischen, filmischen, auch nicht-linearen Aufbereitung wissenschaftlicher Ergebnisse, um sie für Nichtwissenschaftler anschaulich und nutzbar zu machen. Er ist derzeit außerdem Mitglied des wissenschaftlichen Programmausschusses der »European Climate Change Adaptation Conference«. Die von ihm mitbegründete Climate Media Factory wurde mit dem »Clean Tech Media Award« 2012 ausgezeichnet. Für sie übersetzt er aktuelle Forschungsergebnisse in einleuchtende Metaphern und anschauliche Bilder. Einige der daraus entstandenen Filme wurden bei internationalen Festivals ausgezeichnet.

Dr. Bernd Hezel ist am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg als Experte bei der »Welt-Klimakonferenz« von Rimini Protokoll beteiligt.


DREI FRAGEN AN BERND HEZEL:

>> Wann und wie kamen Sie das erste Mal mit dem Thema Klimaänderungen in Berührung?

Mein Gedächtnis lässt mir oft nur übrig, mich auf Raten zu verlassen. In diesem Fall rate ich, dass die Weltereignisse, die ich mir aus meiner Kindheit merken konnte, außer in Wimbledon, Tschernobyl, der Prager Botschaft und dem Stadio Olimpico in Rom eben auch in Rio stattfanden. Außerdem bin ich zu jung, um nicht spätestens als Physikstudent mit dem Thema in Berührung gekommen zu sein.


>> Wenn Sie für einen Moment absolute Vollmacht und Handlungsfreiheit hätten, was würden Sie tun / verlangen, hinsichtlich der sich abzeichnenden Klimaveränderung?

Ein Moment ist zu kurz um Menschen zu inspirieren. Deshalb vielleicht: Treibhausgas-Ausstoß bepreisen.


>> Wie sehen Hamburg, Europa und die Welt in 50 Jahren aus?

Hamburg: Ein bisschen eingeigelter als heute.
Europa: Sehr viel eingeigelter als heute.
Die Welt: Im schlimmsten Fall eine einzige Igelei.

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