Marlene Klockmann

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Marlene Klockmann

Ich bin geborene Hamburgerin. 2007 habe ich am Walddörfer Gymnasium in Hamburg Volksdorf Abitur gemacht. Danach habe ich an der Universität Hamburg den Bachelorstudiengang Ozeanographie/Geophysik angefangen. Von Anfang an war ich mir sehr sicher, dass ich mich auf Ozeanographie spezialisieren wollte. Während des Bachelorstudiums habe ich einmal an einer vierwöchigen Forschungsfahrt ins Mittelmeer teilnehmen können. 2010 habe ich das Bachelorstudium abgeschlossen und mit dem Masterstudium in physikalischer Ozeanographie begonnen, auch an der Universität Hamburg. Während ich an meiner Masterarbeit gearbeitet habe, habe ich drei Monate am »International Pacific Research Center« in Honolulu verbracht. Nach meinem Master wollte ich gerne die Welt außerhalb der Uni kennenlernen und bin für ein Jahr als Young Graduate Trainee an die ESA nach Italien gegangen. Seit März 2014 bin ich jetzt Doktorandin im Ozean Department des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg und beschäftige mich mit der Ozeanzirkulation während der letzten Eiszeit.

Marlene Klockmann wirkt am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg in der Spielzeit 2014-15 als Expertin bei der »Welt-Klimakonferenz« von Rimini Protokoll mit.


>> Wann und wie kamen Sie das erste Mal mit dem Thema Klimaänderungen in Berührung?

Das war in meinem letzten Schuljahr. Im letzten Halbjahr haben wir im Chemie-LK über die Versauerung der Ozeane gesprochen und gelernt, welche chemischen Reaktionen dazu führen, dass der pH-Wert des Ozeans sinkt, wenn dieser mehr CO2 aufnimmt und was das für Konsequenzen für die Organismen hat.


>> Wenn Sie für einen Moment absolute Vollmacht und Handlungsfreiheit hätten, was würden Sie tun / verlangen, hinsichtlich der sich abzeichnenden Klimaveränderung?

Ich glaube, dass viele von den zukünftigen Entscheidungen maßgeblich von der Einstellung der Menschen abhängt, nicht nur die der Entscheidungsträger, sondern auch die jedes einzelnen. Wenn es also einen Weg gäbe, noch mehr Bewusstsein bzw. Akzeptanz dafür zu schaffen, dass große Anstrengungen notwendig sind, um effektiven Klimaschutz zu betreiben, wäre das schon viel.


>> Wie sieht die Welt in 50 Jahren aus?

Im besten Fall haben wir bis dahin Wege gefunden, CO2 Emissionen drastisch zu senken und unseren Lebensstil entsprechend zu ändern. Im schlimmsten Fall haben wir mit ‚business as usual‘ weiter gemacht und werden das 2-Grad-Ziel dann wahrscheinlich weit verfehlen. Es wäre zu hoffen, dass wir bis dahin Wege finden, uns an die Veränderungen, die auf uns zukommen, anzupassen, beispielsweise mit Hochwasserschutzanlagen usw. Möglicherweise wird es dann auch immer mehr Klimaflüchtlinge geben, weil einige Länder viel stärker unter den Folgen des Klimawandels leiden als andere. Wie damit umzugehen ist, ist mit Sicherheit eine Frage, auf die wir in den nächsten Jahren eine Antwort finden müssen!

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