Orlando

von Virginia Woolf

Virginia Woolf teilte einmal mit, eine große Vielzahl von Ichs in sich zu tragen, „die einen Zoo in Bengalen füllen könnten“. Insofern ist »Orlando« ihr vielleicht persönlichster Roman. Er/sie wird als junger Adliger im 16. Jahrhundert geboren und endet schließlich als 36-jährige Schriftstellerin im 20. Jahrhundert, die mit dem Auto zum Warenhaus fährt. Der Roman – im Keim auch einer der schönsten und längsten Liebesbriefe der Weltliteratur (an Woolfes Freundin Vita Sackville-West) – ist ein Solitär der phantastischen Literatur, weil nur in der Phantasie alle Zwänge fallen, auch der biologische, entweder als Mann oder Frau geboren zu werden. Ein einzigartiges Wunderwerk, unterlegt mit feinstem britischen Humor.

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