Schuld

nach Fjodor Michailowitsch Dostojewski / Premiere

MalerSaal

Dauer: Zwei Stunden, keine Pause

Der begabte, aber mittellose Jurastudent Raskolnikow hat eine Theorie entwickelt, nach der es außergewöhnlichen Menschen erlaubt sein soll, im Dienste des allgemeinen Fortschritts Verbrechen zu begehen. Da er sich selbst für außergewöhnlich hält, sieht er sich bei seinem Mord an einer raffgierigen Pfandleiherin vollkommen im Recht...

»Schuld« ist das vielstimmige und äußerst widersprüchliche Gedankenkonzert im Kopf des Täters und konzentriert sich auf die Frage, wie es zum Mord an der Pfandleiherin Aljona Iwanowna kommt. Wer trägt die Verantwortung, der Täter oder die Gesellschaft, die ihn zur Tat treibt? Handelt er aus sozialer Not, aus ideologischer Gewissheit oder aus Selbstsucht? Hat er sich überhaupt frei entschieden oder folgt er nur blind einem Ruf des Schicksals? Denn obwohl Raskolnikow von der Richtigkeit seiner Theorie vollkommen überzeugt ist, plagen ihn bei der praktischen Umsetzung doch erhebliche Zweifel. Sein durchaus vernünftiger Entschluss zum Verbrechen bringt ihn buchstäblich an den Rand des Wahnsinns.

Die Aufklärung des Verbrechens und die Sühne des Täters folgen in der Spielzeit 2014-15 in gleicher Besetzung auf der Bühne des SchauSpielHauses. »Schuld und Sühne« hat am 16/05/2015 Premiere im SchauSpielHaus.


Fotos © Klaus Lefebvre

Critics

Hamburger Abendblatt

„Henkel steht ein glänzendes Ensemble zur Verfügung ... Raskolnikow wird von sechs Schauspielern verkörpert, auf die der Gedankenfluss des Helden sowie einzelne Szenen des Romans verteilt, also aufgespalten wird. ...Ein anregender, schauspielerisch überzeugender Abend.“

Kieler Nachrichten

„Ein spannendes Denkspiel, das die Hölle zwischen Traum und Tat als unauflösliches Dilemma offenbart.“

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