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Die Möwe

aus dem Russischen von Elina Finkel in einer Bearbeitung von Yana Ross

von Anton Tschechow
Regie: Yana Ross
Premiere am 23/01/2026
SchauSpielHaus
2 Stunden
45 Minuten
inkl. einer Pause
Bühnensituation. Josefine Israel, Henni Jörissen, Pascal Houdus, Daniel Hoevels, Samuel Weiss und Bettina Stucky haben alle Tischtennisschläger in den Händen und laufen um eine Tischtennisplatte herum. Im Hintergrund hohe Wände, die holzvertäfelt sind. Auch der Boden ist holzvertäfelt. Links am Rand liegt Paul Behren auf dem Boden.
Bühnensituation. Paul Behren, Josefine Israel, Daniel Hoevels, Bettina Stucky, Angelika Richter und Samuel Weiss stehen in einem großen, holzvertäfelten Raum. Sie tragen festliche Kleidung und haben alle die Schuhe ausgezogen. Sie feiern und tanzen. Hinten links liegt Pascal Houdus auf dem Boden. Hinten rechts steht ein Rollstuhl.
Bühnensituation. Henni Jörissen, Pascal Houdus und Paul Behren stehen in einem holzgetäfelten Raum. Sie haben die Arme erhoben und tanzen. Ein runder Kegel aus Licht ist nur auf sie gerichtet. Am Rand des Lichtkegels sitzen Angelika Richter auf einem rosafarbenen Pouf und Josef Ostendorf in einem Rollstuhl. Beide betrachten die Tanzenden.
Bühnensituation. Josefine Israel steht an einer grünen Tischtennisplatte. Sie trägt braune Lederstiefel mit Absatz und ein weißes schulterfreies Kleid. Sie hält einen Tischtennisschläger in der rechten Hand und lässt einen Ball darauf springen. Ihr Blick ist auf den Ball in der Luft gerichtet. Am anderen Ende der Tischtennisplatte sitzt Josef Ostendorf in einem Rollstuhl. Er trägt eine grüne Hose, braune Halbschuhe und eine grüne Strickjacke über einem Hemd. In der rechten Hand hält er einen Tischtennisschl
Bühnensituation. Bettina Stucky und Samuel Weiss sitzen auf einem grünen Sofa. Bettina trägt lockiges, schulterlanges Haar, roten Lippenstift, lacht und schaut an der Kamera vorbei. Sie trägt einen dunkelgrünen Samtanzug mit bunten Blumen-Applikationen drauf. Neben ihr sitzt Samuel, der einen Arm um ihre Schulter und die andere Hand auf ihre andere Schulter gelegt hat. Er dreht sein Gesicht leicht in ihre Haare, lächelt und hat die Augen geschlossen.
Bühnensituation. Paul Behren steht in einem großen, holzvertäfelten Raum und trägt einen schwarzen Anzug mit roten Akzenten. Sein Körper ist zur Wand gewannt, doch er schaut ins Publikum. Pascal Houdus geht auf ihn zu, mit dem Rücken zum Publikum. Er trägt einen schwarzen Anzug.
Josefine Israel trägt ein rotes Oberteil und darüber ein weißes Netzoberteil, das an den Armen mit langen und großen Fransen versehen ist. Sie bewegt sich mit ausgestreckten Armen tänzerisch. Im Hintergrund ist das Ensemble zu sehen, sie alle tragen schwarze Kopfhörer auf dem Kopf und bewegen ihre Hände und Arme.
Paul Behren trägt einen weißen und Daniel Hoevels einen schwarzen Anzug. Sie bewegen sich in einem holzgetäfelten Raum mit erhobenen Armen und tanzen. Das Licht wirft bunte Farben auf die Bühne. Josef Ostendorf und Bettina Stucky sind in Hintergrund zu sehen. Josef sitzt in einem Rollstuhl und raucht. Neben ihm steht ein gedeckter Tisch mit weißer Tischdecke.
Samuel Weiss und Pascal Houdus sitzen in einem großen, holzvertäfelten Raum auf dem Rand eines großen Blumentopfes, aus dem palmenartigen Blätter herausragen. Eins der Blätter berührt Pascal Houdus Schulter. Samuel trägt ein türkises Polohemd und eine braune Hose und Pascal ein braunes Polohemd und eine braune Hose. Samuel hält ein Buch in den Händen und blickt zur Seite.
Paul Behren sitzt mit Josefine Israel auf den Boden. Er hält sie in den Armen. Paul guckt auf dem Boden. Josefine zeigt auf etwas, dabei hat sie den Mund leicht geöffnet und den Blick abgewandt. Im Hintergrund sieht man einen großer Blumentopf, aus dem palmenartige Blätter herausragen.
Bühnensituation. Paul Behren ist im Vordergrund, er geht mit großen Schritten über die Bühne.  Er trägt einen schwarzen Anzug mit einem roten Oberteil darunter. Im Hintergrund stehen Bettina Stucky, Daniel Hoevels und Henni Jörissen, die in schwarz gekleidet sind.
Samuel Weiss hält sich mit geöffnetem Mund zwei Tischtennisbälle vor die Augen. Er trägt ein türkises Hemd. Vor ihm steht Angelika Richter, die sich die Hand vor den Mund hält und die Stirn runzelt. Sie trägt eine Brille und eine graue Bluse mit einer Schleife vorne dran.
Pascal Houdus, Henni Jörissen, Samuel Weiss, Angelika Richter und Paul Behren stehen auf der Bühne. Josef Ostendorf sitzt in einem Rollstuhl und hält die Hand von Pascal Houdus. Alle sind dunkel angezogen und schau auf den Boden.
Josefine Israel, Daniel Hoevels und Paul Behren sitzen auf den Boden und gucken noch oben. Daniel Hoevels hält die Hände vor dem Gesicht und Josefine Israel berührt seinen Oberarm leicht mir ihrer Hand. Daniel Hoevels trägt einen grauen Anzug, Paul Behren ein braunes Hemd, dessen Ärmel abgeschnitten sind, und Josefine Israel ein weißes Kleid mit einer Lederjacke und Lederschuhen mit Absatz. Im Hintergrund ist eine Tischtennisplatte zu sehen.
Angelika Richter sitzt in einem großen, holzvertäfelten Raum auf dem Rand eines großen Blumentopfes, aus dem palmenartigen Blätter herausragen. Sie trägt eine Brille, eine graue Bluse mit einer Schleife vorne dran und einen schwarzen Rock und Strumpfhose. Sie lacht mit offenem Mund.

Wie nervös alle sind, so nervös!

Als junge erfolglose Künstler*innen glauben sie, alle Konventionen sprengen zu können und verlieren – endlich erfolgreich – den Glauben an ihre Arbeit. Sie wollen ein bedeutendes Leben führen in den Zentren der Welt und arrangieren sich tapfer in der Provinz. Sie wollen die Gesellschaft erneuern und werden von sich selbst enttäuschte Schauspieler*innen, Lehrer*innen oder Verwalter*innen. Sie suchen die eine, die große Liebe und heiraten schließlich leidenschaftslos eine andere. Fast alle Figuren, die Anton Tschechow in »Die Möwe« versammelt, sind irgendwo angekommen. Aber niemand dort, wo er oder sie eigentlich einmal hinwollte. Sie bilden einen Reigen unglücklich liebender, grandios oder kleinlaut scheiternder Menschen. Es ist eine Tragödie, es ist eine Komödie.

Die Regisseurin Yana Ross inszeniert zum ersten Mal in Hamburg. Seit ihrer frühesten Kindheit führt die Kosmopolitin ein für ihr künstlerisches Schaffen fruchtbares Nomadenleben: In Moskau als Kind einer ukrainisch-polnisch-jüdischen Familie geboren, aufgewachsen im Baltikum und den USA, lebt und arbeitet sie seither in verschiedenen Ländern Europas. Zuletzt gehörte sie fünf Jahre zum Leitungskollektiv des Schauspielhauses Zürich. Immer wieder aufs Neue sucht sie die Texte Anton Tschechows auf: Kein anderer Autor sequenziere die DNA der menschlichen Seele so präzise wie er. Gemeinsam mit dem Ensemble taucht sie tief in das Original ein, befragt Tschechows Dramatik nach den persönlichen Bezugspunkten und schreibt sie in die Gegenwart fort.

Hinweis

content note

Diese Inszenierung thematisiert und zeigt Suizid, Alkoholismus und Gewalt. Es kommt während der Vorstellung zu lauten Knallgeräuschen.

Extras zur Inszenierung

Interview mit Yana Ross

Regisseurin Yana Ross über ihre Theaterarbeit und ihre Vorliebe für Anton Tschechow

Josefine Israel trägt ein rotes Oberteil und darüber ein weißes Netzoberteil, das an den Armen mit langen und großen Fransen versehen ist. Sie bewegt sich mit ausgestreckten Armen tänzerisch. Im Hintergrund ist das Ensemble zu sehen, sie alle tragen schwarze Kopfhörer auf dem Kopf und bewegen ihre Hände und Arme.

Matthias Günther im Interview

Der Produktionsdramaturg von »Die Möwe« - Matthias Günther - über seinen Werdegang und seine Theaterarbeit

Schwarz-Weiß-Bild. Dramaturg Matthias Günther sitzt vor einem neutralen Hintergrund. Er trägt eine schwarze Jacke und schaut in die Kamera.
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