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Das Adressbuch

Ein Labyrinth nach Sophie Calle / Aus dem Französischen von Sabine Erbrich
Regie: Ruben Müller
Uraufführung am 25/09/2026
MalerSaal
1 Stunde
20 Minuten
Keine Pause
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch
Produktionsfoto Das Adressbuch

„Er nahm es mir übel.“

Ein zufällig gefundenes Adressbuch wird zum Ausgangspunkt eines radikalen Experiments. Die Künstlerin Sophie Calle kopiert die Kontakte eines ihr unbekannten Mannes und beginnt dessen Leben zu rekonstruieren. Sie spricht mit Freund*innen, Bekannten, Verwandten und flüchtigen Begegnungen. Aus ihren Erzählungen entsteht nach und nach das Bild eines Menschen, den sie nie direkt trifft, und der doch immer greifbarer erscheint. Was als neugierige Recherche beginnt, verwandelt sich in eine Grenzüberschreitung. Zwischen Nähe und Distanz, Dokumentation und Projektion stellt sich die Frage: Darf man einen Menschen durch die Perspektiven anderer kennenlernen? Wer erzählt hier eigentlich wen? Und wo verläuft die Grenze zwischen künstlerischer Freiheit und Übergriff?

Als Sophie Calle ihre Recherchen 1983 in der Zeitung »Libération« veröffentlicht, löst sie einen Skandal aus. Der Betroffene spricht von einem Eingriff in seine Privatsphäre. Gerade diese Ambivalenz macht »Das Adressbuch« zu einem bis heute verstörenden Kunstwerk. Ein Kriminalfall ohne eindeutige Schuld, der das Publikum selbst verstrickt. Was bleibt von einem Menschen, wenn andere über ihn sprechen?

Regisseur Ruben Müller und sein Team nähern sich diesem Stoff mit einem dokumentarischen und zugleich poetischen Zugriff. In seinen Arbeiten untersucht Müller reale Ereignisse und ihre Erzählformen. Für »Das Adressbuch« entwickelt er eine Inszenierung, die Calles Versuchsanordnung in eine theatrale Untersuchung von Blick, Kontrolle und der Sehnsucht nach dem Anderen überführt.

Extras zur Inszenierung

Interview mit der Produktion

Das »Adressbuch«-Team im Gespräch mit den Dramaturg*innen Matthias Günther und Christina Schulte

Produktionsfoto Das Adressbuch

Unterstützt durch die Freunde und Freundinnen des Deutschen Schauspielhauses e.V.

  • Freundeskreis

Pressestimmen:

NDR Kultur

„Was ist Privatsphäre noch wert? Eine hochaktuelle Frage, die Ruben Müller und sein Team aber mithilfe einer Erzählung stellen, die schon mehr als 40 Jahre alt ist.“

„Der Mensch ist mehr als die Summe seiner biografischen Spuren. Das Stück ist ein skandalöses Gedankenexperiment. Wir, das Publikum, schauen durchs Schlüsselloch und sehen uns selbst.“
(Peter Helling)

Hamburger Abendblatt

„Worum es [dieser klugen, vielschichtigen Inszenierung] geht: um Fragen nach Identität, nach medialer Vermittlung. Chloe Kellys Bühne zitiert den ursprünglichen Erscheinungsort von Calles Text, mit Bildschirmen, deren Anordnung an sorgfältig layoutete Zeitungsseiten erinnern, auch der Videoeinsatz eröffnet eine Spur von Medienkritik.“
(Falk Schreiber)